Regina Ullmann – Dichterin und Erzählerin: „Die Welt in dir / zerbricht nicht mehr“

Regina Ullmann bereichert unser Monacensia-Dossier „Jüdische Schriftstellerinnen in München“ zum Kulturerbe-Projekt #femaleheritage.* Wir baten das Lyrik Kabinett, München um einen Artikel. Dr. Lisa Jeschke schildert Euch das fragmentierte und von Brüchen bestimmte Leben der Dichterin und Erzählerin. Dabei setzt sie in Sequenzen die Biografie von Regina Ullmann mit ihrem schriftstellerischen Werk in Beziehung. Dieses kennzeichnet eine „große Unheimlichkeit“ und eine „präzise Analyse zeitspezifischer patriarchaler und hierarchischer Strukturen“. Ein Werk, das dem Vergessen zu entreißen ist!

Regina Ullmann, Foto: NLRU, Monacensia
Regina Ullmann, Foto: NLRU, Monacensia

Die Gedichte und Erzählungen von Regina Ullmann (*1884, St. Gallen; †1961, Ebersberg bei München) gehen entgegen allen Klischees „weiblichen“ Schreibens oft analytisch klar, kühl und mit einer großen Unheimlichkeit vor. Dabei wird immer wieder brutale direkte und indirekte Gewaltanwendung schnörkellos-sachlich beschrieben. Viele ihrer Texte erscheinen in der Beschreibung ländlicher Stillleben wie aus der Zeit gefallen. Sie stellen aber bei genauerem Blick eine präzise Analyse zeitspezifischer patriarchaler und hierarchischer Strukturen dar. Entsprechenden Strukturen war Ullmann selbst immer wieder ausgesetzt – bis heute, wie das zunehmende Zurücktreten ihres Werks aus der öffentlichen Aufmerksamkeit zeigt. 

Als Frau jüdischer Herkunft (die zum Katholizismus konvertierte) und als Mensch mit Behinderungen navigierte Regina Ullmann aus einer schwierigen intersektionalen Positionierung heraus ein immer weiter fragmentiertes, von Brüchen bestimmtes Leben im 20. Jahrhundert. 

Regina Ullmann: Biografie und Werk der Dichterin und Erzählerin

Biografie (1) – von St. Gallen nach München

Regina Ullmann wird am 14.12.1884 in St. Gallen geboren. Ihr Vater, Richard Ullmann, war Sohn des jüdischen Arztes Ludwig Ullmann; die Eltern ihrer Mutter Hedwig Neuburger gehörten der Ulmer israelitischen Gemeinde an.[1] Als Kind leidet Regina Ullmann „zunächst unter motorischen und sprachlichen Entwicklungsstörungen“[2], weshalb sie spät eingeschult wird und zunächst ein „Privatinstitut für gehemmte Kinder“[3] besucht. Später schließt sie die Mädchen-Sekundarschule in St. Gallen mit sehr guten Noten ab. 

1902 zieht sie mit der Mutter nach München, der Vater war schon einige Jahre zuvor gestorben. In München gelingt es Regina Ullmann, einen breiten Bekanntenkreis in der Schwabinger Bohème aufzubauen. Sie findet Anerkennung, ist aber auch misogynen (= frauenfeindlichen) Strukturen ausgesetzt. Über Liebschaften mit Hanns Dorn und Otto Groß, gewichtigen intellektuellen Gestalten, wird sie zweifach Mutter; beide lassen sie mit ihren Schwangerschaften allein. Die beiden Töchter wachsen zusammen bei einer Pflegefamilie in Feldkirchen auf.[4]

Die Feldpredigt (1907) – ländlicher Raum, kapitalistischer Realismus und Strafe

Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts erscheint auch Regina Ullmanns Erstlingswerk, die kurze dramatische Dichtung Die Feldpredigt (Verlag Demuth, 1907). Die sprachlich als artifiziell-stilisiert zu beschreibenden Szenen sind im ländlichen Raum angesiedelt, Protagonist ist ein vierzehnjähriger „kranker Knabe“[5]. Sowohl die Großmutter als auch die Mutter behandeln ihn liebevoll, akzeptieren ihn als Teil einer gottgeschaffenen Umwelt. Sein Vater, „der Bauer“, vertritt eine andere Form der christlich-patriarchalen Logik: 

Und in der Arbeit ruhet der Lohn. Und außer dem Lohn gibt es nichts auf dem Lande. Die Kinder hat man, damit sie weiter die Arbeit tun.[6]

So idyllisch die beschriebene Landschaft auch sein mag, das ökonomische Setting ist das eines „kapitalistischen Realismus[7]. Der Knabe, der die väterlichen Erwartungen verinnerlicht hat, schleicht sich nachts allein aufs Feld, um liegend doch zu arbeiten, „[d]ie Krücken liegen hinter ihm[8]. Bald jedoch betritt der „Tod“ die Szene – „Gib deine Krücken, du brauchst sie nicht mehr!“[9]. Am nächsten Morgen wird der Bub tot aufgefunden, der Bauer bereut seine vorangegangene Härte. Der auf dem Feld liegende Junge wird vom Bauern in christlichem Symbolismus als „Strafe“ gedeutet: 

jetzt liegt er vor mir wie aus dem Paradies die Schlange und sagt mir, daß ich das getan hab. […] Ich hab ihn mit meiner eignen Hand geschlagen, den Christus![10]

Biografie (2) – Konversion zum katholischen Glauben

1911 konvertiert Regina Ullmann zur katholischen Kirche – unter dem Einfluss des mystischen Katholizismus von Anna und Ludwig Derleth. Von der extremeren Form dieses Glaubens distanziert sich Ullmann 1915,[11] doch „machte sie zeitlebens Wallfahrten nach Altötting“.[12]

Gedichte (1919) – ländliche Umwelten und philosophische Ernsthaftigkeit

1912 kam es zu einem ersten Treffen zwischen Ullmann und Rilke. Ihn hatte sie bereits einige Jahre zuvor auf die Feldpredigt aufmerksam gemacht und er hatte das Geleitwort zu ihrer zweiten Veröffentlichung Von der Erde des Lebens (Frauen-Verlag, 1910) verfasst. Als sich Ullmann in den 1910er Jahren zunehmend mit Gedichten befasst, wird Rilke zum Förderer und Ermunternden, zugleich bestehen hierarchische Differenzen. Ullmann schickte

über Jahre hindurch Gedichte an Rilke, die er eigenhändig auf Blockpapier abschrieb (sozusagen für die Verfasserin in seiner Schrift objektivierte), sammelte, auswählte und dem Insel-Verlag für den Druck empfahl.[13]

Tatsächlich erschien bei Insel 1919 ihr Band Gedichte mit meist kurzen, ungereimten, beobachtenden Gedichten. Sie sind erneut in ländlichen Umwelten verortet und tragen knappe, allgemein gehaltene Titel tragen: „Erwachen“, „Erntetag“, „Liebe“, „Die Magd“. 

Aus diesen universalen Setzungen heraus sticht schon vom Titel her die zeitgenössisch-modernistische Bildbeschreibung des Gedichts „Die Akrobatin von Picasso“ (zu Picassos Les Saltimbanques, 1905),[14] das folgend einsetzt:

Ist Leben nicht wie Sterben?
Gleitet vorbei die Zeit nicht endlos …
Wo ist hinter ihnen Land?[15]  

Die gestellten Fragen sind einerseits von großer philosophischer Ernsthaftigkeit, andererseits liegt in der Reihung von fragend mit dem Verb beginnenden Sätzen auch eine berührende Leichtigkeit, die die konditionalen Überlegungen Ingeborg Bachmanns in „Böhmen liegt am Meer“ vorwegnehmen: 

Sind hierorts hierorts Häuser grün, tret ich noch in ein Haus […] Und glaub ich noch ans Meer, so hoffe ich auf Land […].[16]

Wie eine Bildbeschreibung liest sich auch Ullmanns Gedicht „Fallende Krankheit“. Es ist so enigmatisch und schockierend wie verspielt und physisch konkret auf der ebenen Fläche verortet, drückt Verletzung und eine seltsame Ganzheit aus. Der betont sentenzenhafte Schluss (wie er für etliche Gedichte Ullmanns kennzeichnend ist) lautet: 

Ob du zerschellt bist? / […] Nein. Die Welt in dir / zerbricht nicht mehr.[17]

Die folgende Abbildung ist der im Lyrik Kabinett, München, vorliegenden Erstausgabe entnommen:

Regina Ullmanns Gedichte erschienen erstmals 1919 im Insel-Verlag. Daraus hier abgebildet: Gedichtscan „Fallende Krankheit“. Erstausgabe, Lyrik Kabinett.
Regina Ullmanns Gedichte erschienen erstmals 1919 im Insel-Verlag. Daraus hier abgebildet: Gedichtscan „Fallende Krankheit“. Erstausgabe, Lyrik Kabinett.

Von einem alten Wirtshausschild (1921) – in der Peripherie der Peripherie

Von der beobachtenden Konkretion von „Fallende Krankheit“ ist der Weg zur kurzen Erzählung nicht weit – Ruth Klüger bezeichnete die Erzählstücke aus dem Band Die Landstraße (Insel, 1921) als „Prosagedichte einer ganz besonderen Art“.[18] In der darin enthaltenen Erzählung „Von einem alten Wirtshausschild“ ist die Stimmung ländlich-düster. Es geht um Menschen in der Peripherie und ein Mädchen mit Behinderungen (damit zu dieser Zeit in die Peripherie der Peripherie gedrängt): 

In der Stadt würde man ihre Krankheit vielleicht zu den Geisteskranken gezählt haben. Hier auf dem Lande war sie die Blödsinnige, einfach die Blödsinnige[19].

Ein Bauernbursche verliebt sich in dieses Mädchen, kann damit aber in einer Mischung aus psychischer Instabilität und toxischer Männlichkeit nicht umgehen: 

Er war furchtbar gequält, dieser Bursche, und viel zu unverdorben, um sich in einem solchen ungewollten Geheimnis jemand anzuvertrauen.[20]

Schließlich macht er sich betrunken nachts zu ihr auf („Vielleicht stellte er sich vor, daß er sie rauben konnte. Sie war ja doch nur ein Tier“[21]), wird jedoch auf dem Weg in einer natur-symbolistischen Szene von einer Gruppe Hirsche quasi selbst sexuell übermannt („Sie schienen ihre Brunstwut an ihm auszulassen“[22]) und zu Tode getrampelt. 

Biografie (3) – Nationalsozialismus und Rückkehr nach St. Gallen

Die Autorin findet in den 1920ern durchaus Anerkennung, ist beschäftigt, gibt Lesungen. 1935 wird Regina Ullmann „wegen des fehlenden ‚Ariernachweises‘“ aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen,[23] hinzu kommt ein Publikationsverbot in Deutschland.[24] Über „die Verfassung der Dichterin vor und nach der nationalsozialistischen Machtergreifung“ gibt uns die 1960 erschienene Ullmann-Biografie ihrer engen Freundin Ellen Delp keine Informationen, genauso wie ihre „jüdische Herkunft mit keinem Wort erwähnt“ wird.[25]

Ein komplexeres Bild zeichnet erst die jüngere Forschung; Kargl beschreibt, wie Ullmann noch 1933 „den Nationalsozialisten gegenüber von einer erstaunlichen Naivität war“, in einem Brief „viel Gesundes in der ganzen Bewegung“ beobachtete.[26] Dies änderte sich in den Folgejahren, 1935 beschreibt Hans Carossa einen Besuch wie folgt: 

Sehr froh bin ich über meinen Besuch bei Regina Ullmann, die nun in ihrer Existenz als Schriftstellerin tatsächlich vernichtet ist (es ist ja eine neue radikale Judenverfolgung in Gang), sich aber dabei ganz tapfer verhält. […] Sie will nun nach Österreich oder in die Schweiz gehen und glaubt nicht, dass sie je wieder nach Deutschland zurückkehren wird.[27]

Ullmann, die österreichische Staatsbürgerin war, geht zunächst mit ihrer Mutter nach Österreich.[28] Hier verstirbt letztere 1938 und wird auf dem israelitischen Friedhof Aigen begraben.[29] Regina Ullmann zieht schließlich wieder nach St. Gallen in der Schweiz, wobei für eine Aufenthaltsbewilligung 

[j]üdischen Bewerbern gegenüber […] größte Zurückhaltung geübt [wurde], auch wenn sie in der Schweiz geboren und aufgewachsen waren.[30]

Zwar gelingt Ullmann die Einreise in die Schweiz noch vor der Wiedereinführung eines Visumszwangs für Inhaber*innen österreichischer Pässe, doch erhält sie „eine immer nur für ein Jahr befristete Aufenthaltserlaubnis, die sich dann, nach einem inquisitorischen Nachprüfungsverfahren, Jahr für Jahr verlängerte“ (1950 wurde sie Schweizer Bürgerin).[31] Trotz der Situation publiziert Ullmann über die Kriegsjahre weiter Erzählbände, u.a. Madonna auf Glas (nun beim Schweizer Verlag Benziger, 1944).

Regina Ullmann. Signatur: GK B 302_Müller-Hilsdorf, München.
Regina Ullmann. Signatur: GK B 302_Müller-Hilsdorf, München.

Wie in einem Traume will es mir vorkommen… (1947) – geschichtliche Brüchigkeit und Entfremdung

1947 kehrt sie erstmals zu einer groß inszenierten Lesung nach München zurück, auf Einladung der „Freunde der Münchner Residenz“ und der Münchner Volkshochschule. In seiner Einführung bezeichnet Wilhelm Hausenstein ihr „Erzählerisches“ als das „schöne Umständliche“ – eine ganz eigene, bedenkenswerte ästhetische Kategorie.[32]

Regina Ullmann selbst gibt sich, so zeigt ein in der Monacensia vorliegendes Skript zur Lesung, versöhnlich.[33]Anders als ihre eher kargen und zurückhaltenden fiktionalen Texte schwingt in ihren Briefen und Reden immer wieder ein gewisses Pathos und ein kunstreligiöser Ansatz mit, so auch hier: 

In solchen Hörern, wie die 2[00]-300, die ich meine es sind, hat Edelempfundenes noch tröstliche Verwandlungsmöglichkeiten!

Diese Aussage folgt in Ullmanns Eröffnungsrede jedoch auf ein seltsames Gleichnis, aus dem auch die entgegengesetzte Schlussfolgerung, nämlich einer großen Brüchigkeit im Verhältnis von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gezogen werden könnte. Ullmann beschreibt die Situation, „dass wir uns gegenüberstehen“ als „[w]ie in einem Traume“ und vergleicht sie mit einem Traum, in dem sie ein „rubinfarbenes altertümliches Glas“ zerbrach. Dieser Traum war ihr so real, dass sie „erschüttert“ war, das Glas eines Tages ganz und heil im Schrank wiederzufinden. Das nicht beschädigte Glas erscheint ihr wie eine Täuschung, mindestens hat es durch den Traum Entfremdung ertragen – daher „musste“ sie versuchen, „das Glas wieder als Gefäss, das es war, in meinen Besitz [zu] nehmen“. Dennoch, ein gewisses „Befremden“ bleibt. 

Was sich in ihrer Schilderung in zeitlicher Reihenfolge abspielt, wird von Regina Ullmann in Bezug auf München als Trennung zwischen Außen und Innen räumlich umgedeutet: „alles ausserhalb dieser festlich geschmückten Wände war in Trümmer [sic] und Scherben“, aber „das Antlitz der Menschen war verinnerlicht“. Zudem sei das Verhältnis zwischen Heilem und Kaputten genau umgekehrt im Vergleich zum Glas-Narrativ: Während in Bezug auf das Glas eine scheinbare Versehrtheit gefühlt wird, wo eigentlich alles heil ist, besteht bei der Lesung in München eine heile Fassade, wo eigentlich alles kaputt ist. Denn:

das Antlitz der Menschen war verinnerlicht, wie es das jener Menschen, die das, was die Zuhörer erlebt hatten, nie und nimmer sein, noch werden konnte.

Obwohl Ullmann also auf Aussageebene das versöhnliche Moment der Situation hervorhebt, liegt im aufgeworfenen Unterbewussten der Schilderung eine Wahrnehmung geschichtlicher Brüchigkeit, die an Walter Benjamins Konzept des Übersetzens als Arbeit mit „Scherben als Bruchstück eines Gefäßes“ erinnert.[34]

Biografie (4) – die letzten Jahre

Regina Ullmann bleibt wohnhaft in St. Gallen. Dort wird sie zum Anlass ihres 70. Geburtstags 1954 ausgiebig geehrt. Im gleichen Jahr erscheint der Erzählband Schwarze Kerze (Benziger). In den Jahren, die folgen, leidet sie zunehmend unter gesundheitlichen Problemen, wird pflegebedürftig, und stirbt schließlich im Januar 1961 in Ebersberg, wo sie sich zu Besuch bei ihrer Familie aufhielt. Sie liegt begraben in Feldkirchen, sowohl dort als auch in München gibt es eine Regina-Ullmann-Straße.

Nachlass von Regina Ullmann

Ihr Nachlass liegt in der Monacensia München und in der Stadtbibliothek (Vadiana) St. Gallen. Eine von Friedhelm Kemp 1978 bei Kösel neu herausgegebene, schlanke zweibändige Werkausgabe ist antiquarisch erhältlich sowie im Bestand des Lyrik Kabinetts, München, vorhanden; unregelmäßig werden einzelne Werke neu aufgelegt, zuletzt u. a. Die Landstraße (Nagel & Kimche, 2007). Im Lyrik Kabinett liegen auch einsehbare Erstausgaben der Werke Feldpredigt (1907), Von der Erde des Lebens (1910), Gedichte (1919), Die Barockkirche (1925) und der kleine, bibliophile Band Erinnerungen an Rilke (1945).

Autorin: Dr. Lisa Jeschke, Stiftung Lyrik Kabinett

Lisa Jeschke ist am Lyrik Kabinett für den Bereich Wissenschaftliche Assistenz, Projekte, Publikationen zuständig. Das Lyrik Kabinett im Universitätsviertel unterhält die zweitgrößte auf Lyrik spezialisierte Bibliothek Europas mit aktuell ca. 65.000 Medien. Außerdem richtet die Stiftung jährlich etwa 45 Veranstaltungen zur internationalen Lyrik aus, publiziert poetische und poetologische Werke und führt das pädagogische Modellprojekt Lust auf Lyrik durch. 

Stiftung Lyrik Kabinett
Amalienstr. 83a
80799 München
info (at) lyrik-kabinett.de

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* Das Monacensia-Dossier „Jüdische Schriftstellerinnen in München“ macht anlässlich „#2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland“ Leben und Wirken jüdischer Schriftstellerinnen in München sichtbar. Es dokumentiert literarische Stimmen aus Vergangenheit und Gegenwart. Ein Projekt im Rahmen von #femaleheritage.

Bisher erschienen:


[1] Aus dem Anhang zu: Regina Ullmann: Erzählungen. Prosastücke. Gedichte. Bd. 2. München: Kösel, 1978, 416 [folgend: Ullmann, Bd. 2]. Faktische und bibliografische Informationen in diesem Artikel beziehen sich, wo nicht anders angegeben, auf die in diesem Band zur Verfügung gestellte Lebens-Chronik und Bibliografie.
[2] Antonia Leugers: Menschen mit Behinderung. Regina Ullmann, Die Landstraße (1921). In: Literatur – Gender – Konfession: Katholische Schriftstellerinnen. Bd 2. Regensburg: Verlag Friedrich Pustet, 2020, 107–114 (107).
[3] Ullmann, Bd. 2, 413.
[4] Leugers, 107.
[5] Regina Ullmann: Die Feldpredigt. In: Erzählungen. Prosastücke. Gedichte. Bd. 1. München: Kösel, 1978, 5–21 (5) [folgend: Ullmann, Bd. 1].
[6] Ebd., 11.
[7] Mark Fisher: Capitalist Realism. Is There No Alternative? Ropley: O Books, 2009.
[8] Ullmann, Bd. 1, 18.
[9] Ebd., 19.
[10] Ebd., 21.
[11] Vgl. hierzu genauer Ullmann, Bd. 2, 418.
[12] Kristina Kargl: Aus der Schwabinger Bohème ins Schweizer Exil – Das ruhelose Leben der Schriftstellerin Regina Ullmann. In: Ilse Macek (Hrsg.): ausgegrenzt – entrechtet – deportiert. Schwabing und Schwabinger Schicksale 1933 bis 1945. München: Volk Verlag, 2008, 489–498 (494). 
[13] Rainer Maria Rilke: Briefwechsel mit Regina Ullmann und Ellen Delp. Frankfurt a. M.: Insel, 1987, 439.
[14] Vgl. ebd., 310.
[15] Ullmann, Bd. 1, 98.
[16] Ingeborg Bachmann: Böhmen liegt am Meer. In: Dies.: Werke. Gedichte/Hörspiele/Libretti/Übersetzungen. (München und Zürich: Piper, 1978), 167.
[17] Ullmann, Bd. 1, 97.
[18] Ruth Klüger: Poesie der Angst und Einsamkeit, https://www.welt.de/welt_print/article1441260/Poesie-der-Angst-und-der-Einsamkeit.html.
[19] Regina Ullmann: Von einem alten Wirtshausschild, Bd. 2, 139–56 (144).
[20] Ebd., 147.
[21] Ebd., 153.
[22] Ebd., 155.
[23] Leugers, 109.
[24] Tina Simon: „in Gefahr gewesen … und bis ans Ende gegangen“: Rilke als Mentor junger Künstlerinnen. Frankfurt a. M. / Leipzig: Insel, 2007, 296.
[25] Peter Hamm: Nachwort. In: Regina Ullmann: Die Landstraße. Erzählungen. München: Nagel & Kimche, 2007, 153–81 (180).
[26] Ullmann, zit. nach Kargl, 495.
[27] Carossa, zit. nach Kargl, 496.
[28] Wie Ruth Klüger anmerkt, konnten Ullmanns Töchter „die Nazizeit in München überstehen, weil die Väter ‚arisch‘ waren“, Klüger, Poesie der Angst und Einsamkeit.
[29] Kargl, 496.
[30] Ebd., 497.
[31] Ebd.
[32] Wilhelm Hausenstein: Begrüssungsansprache zur Vorlesung von Regina Ullmann in München am 4. Dezember 1947. Archivbestand Monacensia. Ich danke den Mitarbeiter*innen für ihre Unterstützung bei der Recherche.
[33] Regina Ullmann: Wie in einem Träume will es mir vorkommen… [Ansprache zur Lesung am 4. Dezember 1947], 3 Seiten. Archivbestand Monacensia. Alle folgenden Zitate aus dieser Rede. 
[34] Walter Benjamin: Die Aufgabe des Übersetzers. In: Ders.: Gesammelte Schriften, Bd. 4/1, 9–21 (18). Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1972.


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