Kategorie Archiv: Monacensia

Punk und Fanzines im München der 1980er: Arenen der Selbstdarstellung | #PopPunkPolitik

Eine Seite aus dem Fanzine „Gefühl und Härte“, Heft 1, Sommer 1981, Preis: 1,50 DM, herausgegeben von einem anonymen Autor*innenkollektiv. Eine Leihgabe von Ingrid Scherf für unsere Ausstellung #PopPunkPolitik.

Warum bezeichnet Karl Siebengartner Fanzines als Arenen der Selbstdarstellung? Welche Rolle nimmt darin der Punk ein? Für unsere Artikel-Serie* zu #PopPunkPolitik wirft der Historiker einen Blick auf die Fanzine-Produktion im München der 1980er. Ob Upstart, Millitanz Dilletanz, ZLOF, Trust oder ppa: Neben der befreienden Wirkung des Selbermachens fungierten diese „Gehefte“ auch als Medien ganz unterschiedlicher politischer Selbstentwürfe und ihrer ungefilterten öffentlichen Darstellung.

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„Chipped Places“ – ein Gedicht an und für autonome Räume in der Pandemie | #PopPunkPolitik

„Chipped Places" - Gedicht von Dr. Friederike Landau-Donnelly für die Vernetzungsaktion „Autonome Räume" #PopPunkPolitik. Foto: Privat.

Das Gedicht „Chipped Places“ ist „eine wilde Akkumulation pandemischer Gedanken zu autonomen Räumen“, so Dr. Friederike Landau-Donnelly, Kulturgeografin und #PoeticAcademic. In ihrem Video-Beitrag zur Vernetzungsaktion #PopPunkPolitik* auf Instagram liest sie das Gedicht und schildert, was sie dazu bewegte. Was bedeuten autonome Räume für Städte wie Berlin? Warum brauchen wir Erinnerungen daran, was Räume früher für Subkulturen bedeuteten?

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Vom Mut, einen Kunstraum in München zu gründen: Offspace „achtzehnkommazwei“ | #PopPunkPolitik

Kunstraum in München: Das Offspace „achtzehnkommazwei" – Gedanken über den Mut, etwas Neues zu wagen für #PopPunkPolitik. Foto: Kilian Ihler.

Was hat Punk mit dem Wagnis zu tun, einen Kunstraum in München in Corona-Zeiten zu eröffnen? Das verrät Kilian Ihler, Mitbegründer des Offspace achtzehnkommazwei, in seinem Beitrag zur Vernetzungsaktion „Autonome Räume“*. Es geht um ein trotziges Dennoch, künstlerischen Freiraum, eine Haltung zum gesellschaftlichen Diskurs von Diversität und Inklusion und um das Motto: „Die Kunst geht weiter …“

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Fabienne Imlinger – Ein (Ausstellungs-)Besuch in den 1980ern | #PopPunkPolitik

Rasierklinge schlitzt Stirn: Der Schriftsteller Rainald Goetz 1983 bei seiner Lesung beim Ingeborg-Bachmann-Preis

Die Münchner Autorin Fabienne Imlinger streift durch die 1980er Jahre – in unserer Ausstellung, vor allem aber in ihren Gedanken. Für unsere Artikel-Serie* zu #PopPunkPolitik trifft sie zum ersten Mal auf Rainald Goetz und wandert vom blutigen Phänomen der Popliteratur weiter zu weiblichem Schreiben und (un-)verheilten Wunden. Warum sie sich Goetz als sympathischen Geschichtslehrer vorstellen kann, eine Kunstfigur wie den Raben Perplexum aber eher nicht? Das lest ihr in diesem subkutan wütenden Text.

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Mira Mann über Punk: „Welcome to Paradise“ – ein Hörstück | #PopPunkPolitik

Mira Mann mit ihrer Band candelilla im Club Chaise in Halle. Im Hörstück "Welcome to Paradise" kombiniert sie Sound und Erinnerungen. Im Blog-Artikel ordnet sie "Welcome to Paradise" und ihre Berührungspunkte zu Punk ein. #PopPunkPolitik

Mira Mann blickt zurück auf ihre Jugend und ihren Weg zum Punk – eine CD der Band Green Day, erworben im WOM in der Kaufingerstraße in München, ist für sie eine Offenbarung. Für unsere Artikel-Serie* zur Ausstellung #PopPunkPolitik entwickelt sie aus ihrem Text „Welcome to Paradise“ zusammen mit dem Musiker Anton Kaun ein Hörstück. Folgt ihren Erinnerungen, ihrem Musikverständnis, der Lust, die Orientierung zu verlieren, sowie ihrer Besessenheit von Songstrukturen. Und findet heraus, warum Einfachheit ihr wichtigstes Bekenntnis ist.

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Zafer Şenocak und die 1980er Jahre: München – mein verlorener Schatten | #PopPunkPolitik

Das Cover der ersten Ausgabe der von Zafer Şenocak mit herausgegebenen Zeitschrift Luxuslüge

1984 war Zafer Şenocak Mitherausgeber des Münchner Fanzines LUXUSLÜGE, schon 1986 orientierte er sich aber nach Berlin. Warum? Für unsere Artikel-Serie* zur Ausstellung #PopPunkPolitik kehrt Zafer Şenocak zurück in sein München Anfang der 1980er Jahre. Der junge angehende Dichter möchte mit Poesie eine Weltrevolution anzetteln, wird jedoch zunehmend auf seine Herkunft reduziert. Ein melancholischer Text über eine inspirierende Stadt, die Punk und Politik, Museum und Untergrund war, Zafer Şenocak aber keine Nestwärme bot.

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Autonome Räume: Warum sind sie so wichtig für unsere Stadtgesellschaft? | Vernetzungsaktion #PopPunkPolitik

Vernetzungsaktion #PopPunkPolitik: Autonome Räume - warum sind sie so wichtig für unsere Stadtgesellschaft – Laufzeit: 29.11. – 17.12.2021. Protest und Identität - Bildung von Subkulturen und autonome Räume in den 1980er Jahren in München

Die Debatte um autonome Räume berührt und ist wichtig. In den 1980er Jahren zählen sie zur Subkultur, und es wird in Städten wie München heftig um sie gerungen. Mit unserer Vernetzungsaktion #PopPunkPolitik laden wir dazu ein, autonome Räume aus vergangener und gegenwärtiger Perspektive zu betrachten (Laufzeit: 29.11. – 17.12.2021). Was bedeuten sie für unsere heutige Stadtgesellschaft? Welche politische und kulturelle Wirkung entfalten sie?

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