Gisela Elsner (1937 – 1992) – Radikalsatirikerin, Radikalfeministin, Radikalkommunistin | #femaleheritage

Gisela Elsner inszenierte sich selbst als „schmutzige Satirikerin“ und damit als Außenseiterin des bundesdeutschen Literaturbetriebs. Zugleich weist sie auf das Fehlen einer weiblichen Tradition der Satire hin. Häme und Verachtung erfuhr sie, sich selbst aber blieb sie treu. Dr. Christine Künzel, Hamburger Literaturwissenschaftlerin, schrieb für die Münchner Kammerspiele diesen Beitrag zu #femaleheritage. Sie stellt uns spannende Facetten einer beeindruckenden Autorin vor – einer radikalen Satirikerin, Feministin und Kommunistin. 

Gisela Elsner nach Oliver Grajewski #femaleheritage
Gisela Elsner nach Oliver Grajewski

Gisela Elsner: Profil

Beruf: Dichterin? OMG. Geht gar nicht! Schriftstellerin? Schon besser. Gestatten: schmutzige Satirikerin
Pseudonym: Gottlieb Knecht
Sexualität: wäre lieber als Mann zur Welt gekommen; verachtete die hündische Stellung, die die liebe Natur ihr gegeben hatte
Sozialverhalten: WTF. Liebevoll sorgend, wenn es drauf ankam, wie z.B. bei Ronald M. Schernikau
Attraktivität: hübsch, ordentlich und fromm
Lieblingsautorin: Gisela Elsner – aber auch die Dings, aus Österreich, na, die Elfriede Jelinek
Hobbys: rauchen, rauchen, rauchen und zwischendurch auch mal trinken und eine Tablette einwerfen („Die Unberührbare“ lässt grüßen)
Kritiker: alte weiße Cis-Männer, die Rilke und Thomas Mann verehren
Kinder: eigentlich keine, aber doch irgendwie Oskar Roehler (der Filmregisseur, Sie wissen schon)
Konsumverhalten: wenn Geld, dann maßlos
Kreditwürdigkeit: unterirdisch
Politische Orientierung: linker als links, also hoffnungslos
Gefährdungspotential: suizidal

Gisela Elsner – Leben und Wirken als Schriftstellerin und Radikalfeministin

Gisela? Wieso Gisela? Hieß die nicht Hannelore? Ja. Hannelore Elsner spielte Gisela Elsner in dem Film „Die Unberührbare“ (2000) und prägte damit das öffentliche Bild der Schriftstellerin Gisela Elsner – nachhaltig. Und nein. Die beiden sind nicht verwandt. Zumindest nicht blutsverwandt. Und ja, beide sind tot. Die Gisela stammte – allen hartnäckigen Gerüchten zum Trotz – übrigens keineswegs aus großbürgerlichen Verhältnissen. Es war vielmehr der rasche Aufstieg der Eltern vom Kleinbürgertum zum Neureichtum, der 

  • bereits früh Elsners feines Gespür für soziale Unterschiede und Ungerechtigkeiten schärfte
  • und ihren Widerstand gegen die dahinterstehende brutale Aufstiegsideologie im Nachkriegsdeutschland schürte.

So zog Elsner als Jugendliche den Umgang mit Halbkriminellen der Gesellschaft blasierter, tennisspielender, reitender junger Männer vor, mit denen die Mutter sie so gerne verkuppelt hätte. Im Alter von 17 Jahren lernte sie Klaus Roehler kennen, damals Student in Erlangen mit schriftstellerischen Ambitionen. Sie unterschrieb ihre Liebesbriefe an ihn mit „Deine Sissi“ (ja, genau, die aus dem Film) und nennt ihn „Sputnik“. Mit dieser Beziehung rebellierte Elsner 

  • zum einen gegen die aufstiegsorientierten Heiratspläne ihrer Eltern, 
  • zum anderen bot die Aussicht auf Heirat die einzige Möglichkeit, dem Einfluss und der Kontrolle der Eltern zu entkommen. 

An Elsners Biographie zeigt sich sehr deutlich die fatale Situation junger Frauen in den 1950er Jahren – was hieß, die Wahl zwischen zwei Übeln: dem Elternhaus oder einer Ehe. Hätte Gisela Elsner die Wahl gehabt, sie hätte wohl nie geheiratet, geschweige denn ein Kind bekommen. Aber: shit happens! Für Elsner war die Ehe eine „blödsinnige Formalität“, sie hätte lieber einfach so mit Klaus Roehler zusammengelebt. Auch die verordnete Passivität der Frau in Sachen Sex war ihr ein Gräuel. 

Es folgen Szenen einer (kurzen, sehr kurzen) Ehe: Die Jungautorin und frischgebackene Ehefrau und Mutter soll ihre schriftstellerischen Ambitionen denen ihres Ehemannes unterordnen und sich um den gemeinsamen Sohn kümmern. Bald darauf lernt die junge Autorin einen anderen Mann kennen (den Maler Hans Platschek) und brennt mit ihm durch (wow!). Es folgt die Scheidung. Und nach damaligem Schuldscheidungsrecht wird dem Vater das Sorgerecht für den Sohn zugesprochen. Was sich jedoch durchsetzen wird (special thanks to Oskar Roehler!), ist das Bild einer grausamen und rücksichtslosen Frau, die Mann und Kind verlässt – um ihre schriftstellerische Karriere (na, Sie wissen schon) …

Elsner entwickelte bereits früh das, was man einen radikalfeministischen Standpunkt nennen könnte, indem sie so gut wie alle Tabus brach. So beschreibt sie die traditionellen heterosexuellen Sexualpraktiken als gefühlloses Gerammel und Kinder (ihren eigenen Sohn nicht ausgenommen) als Tyrannen und Parasiten. In einem Brief an die Herausgeber der damaligen Kult-Literaturzeitschrift Akzente verwahrte sich Elsner bereits 1968 vehement dagegen, sie in die Schublade „Frauenliteratur“ zu stecken. Eine solche Etikettierung aufgrund des biologischen Geschlechts sei diskriminierend. Mit dem Essay „Autorinnen im literarischen Ghetto“ legte Elsner 1983 eine Abrechnung mit dem frauenfeindlichen Literaturbetrieb der Bundesrepublik vor. Radikalfeministisch ist Elsners Position insofern, als sie forderte, dass Frauen sich so verhalten sollten, als gäbe es keine Männer. Auf die Frage, ob sie eine emanzipierte Frau sei, antwortete sie, dass wirklich emanzipierte Frauen in Deutschland gelyncht würden. 

Auch Elsners Inszenierung des eigenen Autorinnenkörpers kann als Reaktion, ja, als groteske Parodie auf das Klischee von Weiblichkeit gelesen werden. Mit der schwarzen Monster-Kleopatra-Perücke und den zu kriegsbemalungsähnlichen Balken mutierten, ebenfalls schwarzen, Lidstrichen durchkreuzte sie das Image des „Poesie-Mannequins“. Dieses wurde ihr in jungen Jahren von der Literaturkritik angeheftet – nicht zuletzt, um ihre schriftstellerischen Fähigkeiten herabzusetzen. Mit dem überzeichneten Kleopatra-Look schuf Elsner nicht nur ihr Markenzeichen, sondern erfüllte in parodistischer Manier zugleich das Bild der „Amazone mit dem bösen Blick“, mit dem sie – in Ermangelung eines Verständnisses für ‚weibliche‘ Satire – belegt wurde.

Screenshot: Internationale Gisela Elsner Gesellschaft mit vertiefende Informationen zur Schriftstellerin
Screenshot: Internationale Gisela Elsner Gesellschaft mit vertiefenden Informationen zur Schriftstellerin

Gisela Elsner als Autorin – „schmutzige Satirikerin“

Ebenso radikal positionierte sich Elsner als Autorin. Das Schreiben war für sie Bedürfnis und Beruf zugleich. Als Gegnerin einer deutschen Literaturtradition, die die Zweckfreiheit der Kunst (und damit auch der Literatur) zum höchsten Ziel erhob und politische Literatur als minderwertig verachtete, wandte sie sich gegen die Verehrung vermeintlich genialer Dichter-Fürsten.  Dieser dominierte den Kanon der sogenannten literarischen Hochkultur (zu Elsners Lieblingsfeinden zählten Rilke und Thomas Mann!). So erklärte sie den Begriff „Dichter“ kurzerhand zum Schimpfwort. Sich selbst inszenierte sie als „schmutzige Satirikerin“, als Outcast des bundesdeutschen Literaturbetriebs – grandios auf die Spitze getrieben in der Erzählung „Die Auferstehung der Gisela Elsner“ (1970). 

Es ist wohl kaum eine Autorin (vielleicht noch Elfriede Jelinek) mit einer derartigen Häme und Verachtung verfolgt worden wie Gisela Elsner. Von der Literaturkritik wurde sie womöglich deshalb mit einem unvergleichlichen Hass verfolgt, weil sie eine Grenze überschritten hatte, indem sie sich einer Schreibweise verschrieb, die in ihrem aggressiven Gestus bis heute nicht nur heftig umstritten, sondern immer noch weitgehend ‚männlich‘ konnotiert ist: der Satire. Wenn Elsner in einem Interview von 1985 proklamiert: 

Vor mir gab es Schriftstellerinnen wie Ina Seidel, Marie Luise Kaschnitz, Ingeborg Bachmann und Ilse Aichinger. Ich war die erste Frau, die eine Satire, nämlich Die Riesenzwerge schrieb,

dann ist dies nicht nur als Provokation, sondern auch als eine bewusste Anmaßung zu verstehen. 

Selbstverständlich wusste Elsner, dass es vor ihr Autorinnen gab, die satirische Texte verfasst hatten, doch spielt sie auf die Tatsache an, dass es (noch?) keine weibliche Tradition der Satire gab bzw. gibt. Während weibliche Autoren sich spätestens im 20. Jahrhundert in allen literarischen Gattungen etabliert hatten, blieb die Satire (bis auf wenige Ausnahmen) ein Terrain männlicher Schriftsteller. Mit ihrer provokanten Formulierung weist Elsner somit sowohl auf das Fehlen einer weiblichen Tradition der Satire hin als auch auf die Geschlechtsexklusivität des literarischen Verfahrens selbst. Sogar im Time Magazine hieß es damals, dass Elsner hier als Autorin ein Terrain der Männer erobert habe. Elsner setzte noch eins drauf, indem sie in einem Gespräch mit der linken Literaturzeitschrift Kürbiskern1978 erklärte, in der Bundesrepublik würden Satiren immer noch „wie Bordellbesuche ausschließlich als Männersache“ betrachtet.

Der problematische Status von Autorinnen, die sich satirischer Schreibweisen bedienen, mag insbesondere damit zusammenhängen, dass die literarische Haltung, die in satirischen Texten steckt, ein Aggressionspotenzial in sich birgt, das letztendlich auf Destruktion ausgerichtet ist. Betrachtet man die Geschichte ‚weiblicher‘ Schreibweisen, so lässt sich feststellen, dass Aggressivität, Brutalität und Negativität literarische Verfahren sind, die sich nur wenige Autorinnen zu eigen gemacht haben. Gilt das Aggressionstabu, das die Satire unterläuft, zwar auch für männliche Autoren, so verschärft sich die durch die Abweichung von der Norm prekäre Stellung der Autorin. Da es sich bei der Ablehnung weiblicher Aggression um ein Tabu handelt, das zum Teil auch von Frauen selbst mitgetragen und vertreten wurde bzw. wird, bildet dieser Aspekt bis heute einen mehr oder weniger blinden Fleck in der literaturwissenschaftlichen Geschlechterforschung. 

Begibt sich eine Autorin also auf das Terrain der Satire, so wirkt dies im Sinne einer mehrfachen Marginalisierung. Es trägt zu einer Verstärkung ihres ohnehin prekären Status als Frau und Autorin bei. Die Festschreibung der Frau auf das „andere Geschlecht“ (Simone de Beauvoir) und die dadurch bedingte paradoxe Situation des Teilhabens an und zugleich Ausgeschlossenseins von der Kultur führen zu Widersprüchen, die sich auch in den Werken weiblicher Autoren niederschlagen: 

Satire setzt das tiefe Gefühl von gesellschaftlicher, kultureller Teilhabe voraus. Nur die Mitglieder eines Clubs dürfen sich über denselben lustig machen.

Hilde Wackerhagen

Geboren in Nürnberg, einer Stadt, die – als Reichsparteitagsstadt und Redaktionssitz des Propagandaorgans Der Stürmer, später als Schauplatz der Nürnberger Prozesse – wie kaum ein anderer Ort mit dem Nationalsozialismus identifiziert wird, hat Elsner die Bundesrepublik Deutschland stets als Fremde betrachtet. Dem literarischen Programm des fremden Blicks auf die eigene Kultur ist Elsner bis zu ihrem Suizid im Mai 1992 treu geblieben. Ihre Kritik richtete sich dabei im Wesentlichen auf das Fortbestehen menschenverachtender Strukturen in Zeiten eines postfaschistischen Kapitalismus. Als 1989 die Mauer fiel und kurz darauf die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten beschlossen wurde, brach für Elsner – Kommunistin und DKP-Mitglied – eine Welt zusammen („Ich habe die Hoffnung verloren“).

Ja, ja, die Sache mit dem Kommunismus und der DKP … Die nimmt man ihr bis heute übel. Einem männlichen Autor gegenüber wäre man hier wohl gnädiger gewesen. Anfang der 1970er Jahre war es noch chic, als Künstler*in in die DKP oder die österreichische KPÖ einzutreten. Dumm nur, dass Elsner erst 1977 in die DKP eintrat – zu einem Zeitpunkt, da die meisten Autor*innen bereits wieder ausgetreten waren. Während die Mitgliedschaft in einer kommunistischen Partei für viele Autorenkolleg*innen lediglich eine Episode (Stichwort: Jugendsünde) war, meinte Gisela Elsner es ernst mit dem Kommunismus. Sogar so ernst, dass ihr die DKP nicht kommunistisch, sprich: links, genug war.

Screenshot: Verbrecher Verlag zur Elsner-Werkausgabe
Screenshot: Verbrecher Verlag zur Elsner-Werkausgabe

Elsner und „Flüche einer Verfluchten“

Verzweifelt darüber, dass sie mit ihren Satiren offenbar kaum mehr jemanden erreichte, verfasste Elsner im Frühjahr 1990 ihre „Flüche einer Verfluchten“. Wenn Elsner sich selbst als eine Verfluchte begreift, so bezieht sich dies auf ihr Verhältnis zu Deutschland. Dabei richtete sich Elsners Hass nicht gegen das Land als solches, sondern gegen dessen Vergangenheit, genauer gesagt: dessen NS-Vergangenheit. Bis zu ihrem Lebensende hörte Elsner nicht auf, 

  • die halbherzigen Versuche einer Aufarbeitung der ideologischen und kulturellen Grundlagen, die zum Holocaust führten, 
  • sowie die Kontinuität bestimmter Verhaltensweisen und sprachlicher Routinen in der Bundesrepublik Deutschland anzuklagen. 

Solange keine ernsthaften Bemühungen unternommen würden, in die Tiefenstruktur der eigenen kulturellen Setzungen und Voraussetzungen einzudringen, die das Dritte Reich und die Judenvernichtung ermöglicht hatten, bleibe Deutschland ein verfluchtes Land – so die Auffassung Elsners. Ja, ja, der Schoß ist fruchtbar noch … (den ollen Brecht hat sie verehrt!)

In dieser verzweifelten Anklageschrift, die zugleich als antifaschistisches Manifest gelesen werden kann, beklagt Elsner, dass „der Antifaschismus nicht nur einfach démodé“ sei, sondern dass „der deutsche Faschismus“ inzwischen fast „schon als eine doch ganz amüsante Jugendsünde“ erscheine. Wenn man an Alexander Gaulands berüchtigte Formulierung 2018 im Bundestag denkt, Hitler und die Nazis seien nur ein „Vogelschiss“ in der deutschen Geschichte gewesen, erkennt man in Gisela Elsner eine würdige Nachfahrin Kassandras (cheers!).

Rezeption 

Um die Bedeutung der Autorin und die Qualität ihrer Werke wird zwar bis heute leidenschaftlich gestritten, doch lässt sich nicht leugnen, dass Gisela Elsner als Satirikerin eine Sonderstellung im literarischen Feld der Bundesrepublik einnimmt – zumal unter den Autorinnen. Nicht umsonst wird Elsner heute als „große Schwester“ Elfriede Jelineks bezeichnet. Ihre Werke haben inzwischen eine radikale Re-Lektüre und Neu-Kontextualisierung erfahren. Manche von ihnen genießen gar Kultstatus – so insbesondere die Romane „Das Berührungsverbot“ (1970) und „Fliegeralarm“ (1989). 

Wenn Elsner wüsste, dass im Jahr 2021 zum ersten Mal ein nach ihr benannter Literaturpreis – noch dazu in ihrer Geburtsstadt Nürnberg – verliehen wird, würde sie dies wohl für einen schlechten Scherz halten und – Totenruhe hin oder her – aus ihrer Gruft heraus ein schallendes Gelächter anstimmen. 

Während manch einer unserer Dichter, die uns Wertvolleres zu sagen hatten, in aller Stille und Bescheidenheit unter seinem schlichten Stein zu Staub zerfällt, zog es Gisela Elsner bezeichnenderweise vor, selbst aus ihrer Verwesung ein Aufhebens zu machen.

Die Auferstehung der Gisela Elsner, 1970

Autorin: Christine Künzel

Vielen herzlichen Dank für diesen wunderbaren Artikel zu Gisela Elsner! Wir lernen weitere Facetten einer beeindruckend radikalen Autorin kennen, auf die Sie bereits im folgenden Interview eingingen:

Wir freuen uns sehr, diese beiden wichtigen Artikel zu #femaleheritage erhalten zu haben!

Ein großes Dankeschön geht auch an Mehdi Moradpour, Dramaturg der Münchner Kammerspiele, für die Vermittlung zum Beitrag. Gerne weisen wir auf das Programm der Münchner Kammerspiele hin:

Dr. Christine Künzel
Dr. Christine Künzel

Dr. Christine Künzel ist Privatdozentin und vertritt zur Zeit eine Professur an der Universität Hamburg. Sie absolvierte zunächst ein Schauspielstudium in Kiel, studierte dann Germanistik, Amerikanistik und Philosophie in Hamburg und Baltimore, USA. Seit 2006 ist sie Herausgeberin der Werke Gisela Elsners im Berliner Verbrecher Verlag und seit 2012 Erste Vorsitzende der Internatinalen Gisela Elsner Gesellschaft e.V. 2011 habilitierte sie sich an der Universität Hamburg mit einer Studie zum Werk Gisela Elsners.


Weiterführend zu Gisela Elsner:
Kontakt: Münchner Kammerspiele

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Kurzbiografie von Gisela Elsner:

Gisela Elsner wurde am 2. Mai 1937 in Nürnberg geboren. Erste Texte entstanden bereits 1955, nachdem sie Klaus Roehler kennengelernt hatte, den sie 1958 heiratete; 1959 wurde Sohn Oskar geboren. 1962 trennte sie sich von Roehler und lebte mit ihrem zweiten Ehemann, dem Maler Hans Platschek, zunächst in Rom, dann in London und Hamburg. Nach der Trennung von Platschek zog sie 1976 nach München, wo sie bis zu ihrem Suizid am 13. Mai 1992 lebte.


Literatur:
  • Elsner, Gisela/Roehler, Klaus: Wespen im Schnee. 99 Briefe und ein Tagebuch. Mit einem Vorwort von Reinhard Baumgart. Hg. von Franziska Günther-Herold und Angela Drescher. Berlin: Aufbau-Verlag 2001.
  • Elsner, Gisela: Flüche einer Verfluchten. In: Dies.: Flüche einer Verfluchten. Kritische Schriften 1. Hg von Christine Künzel in Zusammenarbeit mit Kai Köhler. Berlin: Verbrecher Verlag 2011, S. 185-270.
  • Elsner, Gisela: Autorinnen im literarischen Ghetto. In: Dies.: Im literarischen Ghetto. Kritische Schriften 2. Hg. von Christine Künzel. Berlin: Verbrecher Verlag 2011, S. 41-59.
  • Elsner, Gisela: Die Auferstehung der Gisela Elsner. In: Dies.: Versuche, die Wirklichkeit zu bewältigen. Gesammelte Erzählungen. Bd. 1. Hg. von Christine Künzel, Berlin: Verbrecher Verlag, 2013, S. 69-77.
  • Elsner, Gisela: Gespräch mit Donna L. Hoffmeister. In: Hoffmeister: Vertrauter Alltag, gemischte Gefühle. Gespräche mit Schriftstellern über Arbeit in der Literatur, Bonn: Bouvier 1989 (= Abhandlungen zur Kunst-, Musik- und Literaturwissenschaft, Bd. 382), S. 103-119.
  • Elsner, Gisela: Vereinfacher haben es nicht leicht. Gespräch. In: Dies.: Im literarischen Ghetto. Kritische Schriften 2. Hg. von Christine Künzel. Berlin: Verbrecher Verlag 2011, S. 33-40.
  • Jelinek, Elfriede: Ist die Schwarze Köchin da? Ja, ja, ja. Zu Gisela Elsner. In: Christine Künzel (Hg.): Die letzte Kommunistin. Texte zu Gisela Elsner. Hamburg: konkret 2009, S. 23-28.
  • Künzel, Christine: „Ich bin eine schmutzige Satirikerin“. Zum Werk Gisela Elsners, Sulzbach, Ts.: Helmer 2012.
  • Polt-Heinzl, Evelyne: „Ich war die erste Frau, die eine Satire […] schrieb“: Gisela Elsner (1937-1992). In: Dies.: Zeitlos – Neun Porträts. Von der ersten Krimiautorin Österreichs bis zur ersten Satirikerin Deutschlands. Wien:  Milena 2005, S. 183-204.
  • Wackerhagen, Hilde: Warum schreiben Frauen so wenig Satiren? In: Susann Heenen (Hg.): Frauenstrategien. Frankfurt am Main: Neue Kritik 1984, S. 138-166.

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