Neues aus Neuaubing: Bibliothek, bitte kommen!

Neulich erhielten wir eine Anfrage von der Leiterin einer Heil- und Sozialpädagogischen Tagesstätte: „Kommen Sie in den Ferien mal zu uns?“ 12 Kinder zwischen 8 und 11 Jahren würden sich auf uns freuen. Na klar!

Wir machen den Vorschlag, einen Spielenachmittag zu veranstalten. Alle Institutionen und Einrichtungen mit Bibliotheksausweis können über die Münchner Stadtbibliothek Großspiele ausleihen. Und jetzt würde sich die Möglichkeit ergeben, sie endlich auch einmal selbst auszuprobieren!

Wir entscheiden uns für ein Wurfspiel – bestehend aus 10 Stoffdosen und verschiedenen Bällen – und für ein Mini-Curling. Außerdem soll ein Maxi-Bamboleo mit von der Partie sein, bei dem die Kids auf eine große Holzscheibe verschiedene Bauklötze so vorsichtig aufsetzen müssen, dass sie nicht herunterfallen. Und das Spiel „Klask“, ein Aktionsspiel, bei dem es gilt, mit Magneten unter einem Brett Bälle auf der Oberfläche zu steuern und sie im gegnerischen Tor zu versenken.

Beladen mit einigen Bücherkisten und den Großspielen machen wir uns in den Schulferien auf den Weg zur Heil- und Sozialpädagogischen Tagesstätte. Wobei der Blick auf den Stadtplan und die Frage: „Wo parken?“ mittlerweile zu jedem Einrichtungsbesuch für uns dazugehört. Schließlich haben wir einen großen Dienstwagen zu rangieren, für den wir sogar einen Dienstführerschein gemacht haben.

Was ebenfalls dazugehört: unsere Sackkarre. Ganz wichtig! Sie erleichtert uns den Weg zwischen Auto und Tagesstätte – die Treppen zum Gruppenraum hoch wird dann geschleppt.

Während die Kinder mit einem Erzählkreis beschäftigt sind, müssen wir schnell den Raum überblicken, entscheiden, wo welches Spiel hinkommt und alles aufbauen.

Wir stellen uns den Kindern kurz vor – wobei wir noch einige aus der Zeit kennen, als unsere Bibliothek geöffnet war –, erklären die Spielregeln und dann wird gespielt.

Einmal werden wir von einer Betreuerin gebeten, bei dem Spiel „Klask“ nochmal die Regeln zu erklären, da es zu Unstimmigkeiten in der Gruppe kam, und noch ein weiterer Streit muss geschlichtet werden. Ansonsten sind die Kinder mit sehr viel Teamgeist, Spielfreude und Begeisterung dabei. Auch bei dem Geduldsspiel „Maxi-Bamboleo“ zeigen sie erstaunliche Ausdauer. Beim Dosenwerfen hingegen wird sich ordentlich ausgepowert und gejubelt. Ein Spielenachmittag, der auch uns viel Spaß macht!

Am Schluss zeigen wir noch die mitgebrachten Bücherkisten, die mit Tier-, Bastel-, und Technikbüchern richtig gut ankommen, wie die Leiterin uns später berichten wird. Und zwei der Spiele lassen wir gleich in der Tagesstätte, damit die Kids auch in den Folgewochen noch viel spielen können.

Die Stadtbibliothek in Neuaubing hat aktuell kein festes Zuhause: Voraussichtlich bis 2020 wird es dauern, bis das neue Haus im Paul-Ottmann-Zentrum bezugsfertig ist. Bis dahin ist das Neuaubinger Team auf Tour durchs Quartier, zu Gast in Schulen, Bürgerzentren, Kindergärten. Wir nennen das „aufsuchende Bibliotheksarbeit“: So buchstäblich vor Ort ist die Bibliothek selten. Hier im Blog berichten die Kolleginnen und Kollegen aus Neuaubing regelmäßig über ihre Erfahrungen.

 

Weitere Artikel zum Thema:

#faq, Folge 58: Was macht denn die Stadtbibliothek Neuaubing?

Neues aus Neuaubing: Kinder und Gefühle

Neues aus Neuaubing: Dinge mit Gesicht

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Redaktion

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