obdachlos

Reading Challenge im Oktober

Obdachlosigkeit begegnet uns tagtäglich, auch in unseren Bibliotheken. Vor dem Verlust des Dachs über dem Kopf fürchten sich alle. Wie kann so etwas passieren? Und wie geht es dann weiter? Diese Fragen sind in der Literatur längst Thema. Hier sind unsere persönlichen Buch- und Filmempfehlungen. Einige davon erlauben auch einen Blick hinter die Kulissen der Bibliotheken.
(Ein Klick aufs jeweilige Cover führt euch in unseren Onlinekatalog zum Ausleihen oder Vormerken.)

Droemer Knaur Verlag, 250 Seiten
Aus dem Französischen von Doris Heinemann

Delphine de Vigan: No & ich

Lou ist 13 Jahre alt und ein absolutes Superhirn. Sie lebt mit ihren Eltern in Paris. Ihre jüngere Schwester ist im Säuglingsalter verstorben. Seitdem leidet ihre Mutter unter schweren Depressionen. Für die hochbegabte Lou, die sich an ihrer Schule als Außenseiterin fühlt, ist die familiäre Situation sehr belastend. Um nicht nach Hause gehen zu müssen, streift sie häufig durch Paris und lernt durch Zufall die 18-jährige Obdachlose No kennen. Lou soll in der Schule ein Referat zum Thema Obdachlosigkeit vortragen. Sie beschließt, No zu finden und mit ihr über ihr Referat zu sprechen. No ist schon vom Leben gezeichnet. Sie verbrachte die ersten Lebensjahre bei ihren Großeltern, da die Mutter sie ablehnte. Nach dem Tod der Großmutter wird sie zu ihrer alkoholsüchtigen Mutter und deren Freund gebracht. No reißt aus und landet in einem Erziehungsheim, dort knüpft sie Freundschaft zu Genevieve und Loic, einem Kleinkriminellen, in den sie sich sehr verliebt. Genevieve findet Arbeit und schafft es Fuß zu fassen, verschwindet aber damit wieder aus Nos Leben. Als Loic sie dann auch noch verlässt, rutscht No endgültig ab, sie wird alkohol- und medikamentensüchtig.
So unterschiedlich No und Lou sind, freunden sie sich immer mehr an. Lou organisiert Hilfe und möchte No aus ihrer ausweglosen Situation retten. Es sieht so aus, als könnte No es schaffen, mit Hilfe der Menschen, die ihr Liebe entgegenbringen, aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Am Ende hilft alles nichts! No verschwindet …
Da die Geschichte aus Lous Perspektive erzählt wird, ist man sehr nah dran an den beiden Protagonistinnen. Sie hat mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt! Die Autorin spricht scharfe Kritik an der Gesellschaft aus und versucht all die verschiedenen Ursachen aufzuzeigen, die am Ende das Scheitern dieses jungen Mädchens herbeigeführt haben …

Sabine/ Stadtbibliothek Hadern

blank
Hanser Verlag, 284 Seiten,
aus dem Englischen von Stefanie Jacobs,
auch als eBook

Lauren Groff: Oben und unten. In: Florida – Erzählungen

Eine junge Frau verabschiedet sich von ihrem langjährigen Zuhause, ihr Arbeitsvertrag wurde nicht verlängert, sie ist hochverschuldet und kann die Miete nicht mehr bezahlen. Ihr Freund hat sie verlassen, und er hat nicht nur sich selbst mitgenommen, sondern auch den geregelten Alltag: Brunch am Wochenende, Besuche bei seinen Eltern. Sie lebt am Strand, im Auto, schließt sich anderen Obdachlosen an – und wird zurückgeworfen auf die elementaren Dinge des Lebens: Wo schlafe ich heute Nacht, wo bekomme ich Essen her, wo kann ich mich waschen? In ihrem neuen Leben sieht sie immer wieder aus der Ferne Menschen, mit denen sie in ihrem früheren Leben zu tun hatte: „satt, rosig, unzufrieden aus banalen Gründen“.
„Oben und unten“ ist eine Erzählung aus dem Band „Florida“, und alle Erzählungen aus diesem Band haben mich begeistert. Groff beschreibt in ihren Geschichten die Brüchigkeit des Lebens, es ist manches Mal kaum auszuhalten und doch finden ihre Erzählungen immer ein versöhnliches Ende.

Waltraud/ Stadtbibliothek Am Gasteig

blank
UVK Verlag, 184 Seiten

Philipp Catterfeld, Alban Knecht (Hrsg.):
Flaschensammeln: Überleben in der Stadt

Flaschensammler sind mittlerweile fester Bestandteil unseres Stadtbildes. Und doch wissen wir nichts über sie. In einem unorthodoxen Forschungsprojekt machten Studierende der Hochschule München das eigentlich Naheliegende: Unter der Leitung der Sozialwissenschaftler Philipp Catterfeld und Alban Knecht sprachen sie Münchener Flaschensammlerinnen und Flaschensammler auf der Straße direkt an – mit Erfolg! Denn diese erwiesen sich schnell als auskunftsfreudig – und die Studierenden als hochmotiviert: Sie führten mehr als 30 Interviews und unterzogen sich dabei aufschlussreichen Selbstversuchen. Sie beschrieben ihre Beobachtungen, transkribierten die besten O-Töne und stellten wagemutige Thesen auf. Sie sprachen mit jungen Immigranten, die vom Flaschensammeln leben, und deutschen Rentnern, die noch den Pfennig ehren. Ihre Berichte erzählen von stolzen und schamhaften Flaschensammlern, von Hobbysammlern, Sammelprofis und Sammelsüchtigen, von Einzelgängern und Flaschensammlerfamilien und von Mama Afrika.
Die Analyse des Flaschensammelns weist dabei weit über sich hinaus: Eine Klasse der Unterversorgten räumt die Reste des in der Öffentlichkeit feiernden und trinkenden Mittelstands ab – und unser Umweltbewusstsein goutiert es.

Christine / Monacensia im Hildebrandhaus

blank
DuMont Reiseverlag,
330 Seiten,
aus dem Englischen von Heide Horn und Christa Prummer-Lehmair

Raynor Winn: Der Salzpfad

Das englisches Ehepaar Moth und Raynor verliert durch unglückliche Umstände sein gesamtes Vermögen und das Zuhause. Um einen Ausweg zu finden und ein Ziel zu haben, machen sich die beiden mit wenigen Habseligkeiten und einem Zelt auf und wandern den Küstenweg „South West Coast Path“ entlang. Auf den mehr als 1.000 Kilometern begegnen ihnen die unterschiedlichsten Menschen. Neben Vorurteilen, Ablehnung und ständigem Geldmangel erleben sie auch Herzlichkeit sowie Hilfsbereitschaft und schöpfen Kraft aus der Natur. So entsteht nach und nach Hoffnung auf eine neue Zukunft.

Tanja/ Stadtbibliothek Fürstenried

blank
Kiepenheuer & Witsch Verlag,
400 Seiten,
aus dem Französischen von Claudia Steinitz,
auch als Hörbuch

Virginie Despentes: Das Leben des Vernon Subutex

Als es mit seinem Plattenladen bergab geht, beginnt auch für den Mittfünfziger Vernon der gesellschaftliche Abstieg. Nach dem Verlust der Wohnung und der Streichung seiner Sozialhilfe sucht er Unterschlupf bei alten Freunden. Doch auch in der Welt der gut situierten Mittelschicht in Paris liegt vieles im Argen und so landet er schließlich auf der Straße.
Vernon ist ein genauer Beobachter, der hinter die Fassaden schaut. Seine vielfältigen Lebensstationen werden in den Besuchen bei den alten Bekannten rekapituliert. So entsteht ein ehrliches, hintergründiges Bild der aktuellen westlichen Gesellschaft. Eine gesellschaftskritische, schnörkellose Lektüre, aber unterhaltsam und hoffnungsvoll, da man als Leser*in auf die anschließenden Bände 2 und 3 Lust bekommt und auf einen guten Ausgang setzt.

Susanne/ Stadtbibliothek Neuhausen

Gleich zwei Kolleginnen empfehlen uns diesen Titel:

blank
Carlsen Verlag, 125 Seiten

Uli Oesterle: Vatermilch. Buch 1 – Die Irrfahrten des Rufus Himmelstoss

Rufus Himmelstoss schwelgt im Schwabing der Siebzigerjahre in Sex, Drugs und Rock‘n‘Roll. Mit vollen Händen gibt er das Geld aus, das seiner Familie an allen Ecken und Enden fehlt. Schließlich kommt es zum Bruch, Rufus verlässt seine Frau und den siebenjährigen Sohn Victor. Der Absturz lässt nicht lange auf sich warten; nachdem er betrunken einen dramatischen Unfall verursacht hat, landet Rufus Himmelstoss auf der Straße. In eindringlichen Bildern zeigt der Münchner Künstler Uli Oesterle Rufus bettelnd vor der Asamkirche, im Streit mit anderen Obdachlosen unter der Wittelsbacherbrücke, schlafend neben der Paul-Heyse-Unterführung.
Auf einer zweiten Zeitebene folgt die autobiografisch inspirierte Graphic Novel auch Victor, der inzwischen selbst einen kleinen Sohn hat. Es schmerzt, Victor dabei zuzusehen, wie er mehr und mehr in die Fußstapfen seines Vaters tritt, zerrissen ist zwischen Verantwortungsbewusst­sein und Freiheitsdrang. Ob er diesen Konflikt für sich lösen kann, bleibt zunächst offen – weitere Bände sind geplant.

Sylvi/ Monacensia im Hildebrandhaus

Was ist der Grund dafür, dass Menschen obachlos werden und dann über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte auf der Straße leben? Auf diese Frage gibt es mit Sicherheit ebenso viele Antworten wie es Menschen ohne festen Wohnsitz gibt. Ein mögliches Szenario beschreibt Uli Oesterle in seinem biographischen Buch „Vatermilch“. Er erhielt für seine Arbeit an dieser Graphic Novel 2016 den Comicpreis der Berthold-Leibinger-Stiftung. Der Artikel über die damalige Preisverleihung war einer meiner ersten Berührungspunkte mit Comics für Erwachsene. Deshalb war ich sehr neugierig, als ich den ersten Band „Die Irrfahrten des Rufus Himmelstoss“ dieses Jahr nun endlich lesen konnte, weitere Bände sind geplant.
In diesem ersten Band zeichnet Uli Oesterle die Münchner Schickeria und das dazugehörige Partyleben der wilden 70er Jahre mit Sex, Drugs und Rock‘n‘Roll so eindruckvoll nach, dass man den Sog beinahe spüren kann, der Rufus Himmelstoss von seinem Leben auf der Überholspur abbringt und ihn letztlich direkt auf die Straße zieht. Die Zeichnungen sind so gut gelungen und bis ins kleinste Detail eine perfekte Ergänzung zu der bewegenden, manchmal lustigen, meist aber eher deprimierenden Geschichte über einen „verschwundenen“ Vater und die Auswirkungen dieses „Verschwindens“ auf das Leben aller anderen. Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung!

Bernadette/ Stadtbibliothek Am Gasteig

blank
Transit Verlag, 156 Seiten,
Aus dem Katalanischen von Heike Nottebaum

Maria Barbal: Emma

Emma ist mit einem angesehenen Anwalt und angehenden Spitzenkandidaten einer neuen Partei verheiratet. Sie lebt in Barcelona – auf der Straße. Wie es dazu kam, erfahren wir aus Emmas tagebuchartigen Aufzeichnungen, die sie für ihre Tochter in ein Heft, das sie gefunden hat, schreibt. Der Roman der katalanischen Autorin Maria Barbal hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Ohne Sozialromantik, aber auch ohne übertriebene Dramatik zeichnet sie das Bild einer Frau, die sich dafür entschieden hat, ihr Zuhause zu verlassen, um endlich glücklich zu werden. Dass sie schließlich ein Leben auf der Straße führen wird, war nicht geplant. Doch einer alleinstehenden Frau auf der Straße wird Selbstbestimmung und Unversehrtheit nicht zugestanden …
Selten hatte ich nach der Lektüre eines Romans eine so starke Nähe zu seiner Protagonistin verspürt wie bei „Emma“. Eine Bibliothek, in der Emma einfach in Zeitschriften blättern und ein Buch lesen kann, kommt übrigens auch vor…

Margit/ Programm und Öffentlichkeitsarbeit

blank
Walde + Graf Verlag,
260 Seiten,
auch als Hörbuch und als eBook

Ernst Haffner: Blutsbrüder: ein Berliner Cliquenroman

Jugend, Armut, Obdachlosigkeit – was das bedeutet, erzählt der Journalist und Sozialarbeiter Ernst Haffner, über den heute nichts mehr bekannt ist, aus dem Berlin der dreißiger Jahre. Tausende junge Männer und junge Frauen lebten auf der Straße, nicht nur in der Hauptstadt. Organisiert waren die meisten in Cliquen, die diesem Roman seinen heutigen Untertitel geben. Der tägliche Kampf gegen Hunger, Elend und das Gesetz wird so eindringlich beschrieben, dass es oft kaum auszuhalten ist. Und zeigt die Nachtseite der Republik, die kurz nach der Veröffentlichung des Romans 1932 zerstört werden wird – ebenso wie das Buch, das 1933 verbrannt wird und erst 2013 wieder in einem kleinen Verlag erscheinen kann.

Klaus/ Programm und Öffentlichkeitsarbeit

blank
Osburg Verlag, 350 Seiten

Markus Ostermair: Der Sandler

Sommer in München. Karl Maurer spaziert durch die sich langsam aufheizenden Straßen der Stadt. Es wird ein heißer Tag werden. Sein Weg führt ihn vorbei am Klinikum, über die Ismaninger, auf die Maria-Theresia-Straße, immer weiter Richtung Isar. Karl Maurer wartet auf den Regen. Sobald der sich ankündigt, muss er zusehen, dass er einen trockenen Platz zum Schlafen findet. Karl Maurer ist obdachlos.
„Das darf man eigentlich niemandem erzählen, denkt Karl.“ So lautet der erste Satz des Roman-Debüts, in dem sein Autor Markus Ostermair sich genau dies zur Aufgabe gemacht hat: „Der Sandler“ erzählt eine Geschichte, die von den Betroffenen selbst meist nicht erzählt werden kann, weil die Scham des sozialen Abstiegs sie schweigen macht. Gemeinsam mit Karl Maurer und weiteren obdachlosen Protagonist*innen wie dem Zettel schreibenden Utopisten Lenz oder Mechthild mit der Glatze, führt der Roman in ein München der Suppenküchen und Kleiderkammern, der Brücken und Notunterkünfte, der Scham und der Einsamkeit. Er bietet eine Perspektive, die man als Münchner*in nicht kennt und so gut wie nie einzunehmen versucht. Durch den Roman gelingt eben dies, nämlich: ein kurzer Blick über den Tellerrand, der dazu führt, die Stadt und ihre Bewohner*innen mit anderen Augen wahrzunehmen.
Der Sprachlosigkeit der Obdachlosen setzt Markus Ostermair eine Sprache entgegen, die nahe an ihr Leben heranführt, ohne dabei zu werten, zu romantisieren oder voyeuristisch zu sein. Obwohl ein fiktiver Roman vermittelt „Der Sandler“ ein realistisches und vielschichtiges Bild vom Alltag obdachloser Menschen auf den Münchner Straßen.
Ein München-Roman aus der Perspektive der Obdachlosen, über Ausgrenzung, Reue, Einsamkeit und Solidarität – meiner Meinung nach ein Milestone für die Literatur über unsere eben nicht immer nur leuchtende Stadt.

Am 13. Oktober findet die Buchpremiere in der Monacensia statt: https://www.muenchner-stadtbibliothek.de/veranstaltungen/details/mon-liest-markus-ostermair-der-sandler-3082. Die Veranstaltung wird zudem live übertragen.

Lisa-Katharina/Monacensia im Hildebrandhaus

blank
American Library Association, 248 Seiten

Ryan J. Dowd: The Librarian’s Guide to Homelessness: an empathy-driven approach to solving problems, preventing conflict, and serving everyone

Dieses Buch richtet sich, wie der Titel verrät, an die Mitarbeiter*innen von Bibliotheken. Wir sehen hier täglich Menschen die wohnungslos/obdachlos sind. Sie kommen, weil es bei uns warm ist, sie hier das Internet und unsere Medien nutzen können, weil sie sich bei uns sicher fühlen können, ihre Ruhe haben und auch mal schlafen können. Diese gefühlt immer noch relativ neue Zielgruppe bringt jedoch auch ihre Eigenheiten mit sich. Vielleicht riechen sie mal nicht gut, vielleicht benehmen sie sich nicht immer wie wir es erwarten. Ryan Dowd widmet sich diesen Herausforderungen mit sehr viel Empathie und Erfahrung. Er erläutert, warum sich obdachlose Menschen in bestimmten Situationen auf ihre Weise verhalten, er räumt mit Vorurteilen auf und macht Vorschläge, wie Bibliotheken ebendiesen Personen helfen können. Er gibt zudem Tipps zur Deeskalation bei Konflikten und erklärt, welche Rolle die gegenseitige Unterstützung von Kolleg*innen bei unangenehmen oder auch gefährlichen Situationen spielt bzw. wann auch hier die Grenzen des Leistbaren erreicht sind.
Selbstverständlich hat das Thema Obdachlosigkeit in den USA eine andere Dimension als bei uns, aber gerade aus diesem Grund können wir von den Kolleg*innen bereits viel lernen. Dieses Buch ist mal ein wirklich praxisnaher Ratgeber!

Birgit/ Stadtbibliothek Am Gasteig

blank
Film als Blu-Ray und DVD

Emilio Estevez (Regie): Ein ganz gewöhnlicher Held

Bibliotheks-Mitarbeiter*innen sind viel zu selten Filmheld*innen, „The Mummy“ mit der tapferen Rachel Weisz in einer der Hauptrollen ist da eine Ausnahme!
Doch nun haben wir mit Stuart und Myra neue, zeitgemäße bibliothekarische Held*innen bekommen. „Ein ganz gewöhnlicher Held“ thematisiert die zunehmende soziale Rolle von Bibliotheken in der Zivilgesellschaft. Es geht um Wohnsitzlose in Cincinnati, die wegen der extremen Kältewelle im Land keinen Platz mehr in den Notunterkünften finden. Tagsüber halten sich die Männer sowieso in der Bibliothek auf und so beschließen sie kurzerhand, der abendlichen Aufforderung zum Verlassen der Bibliothek nicht zu folgen und in der Bibliothek zu schlafen. Bibliothekar Stuart und Bibliothekarin Myra sind mit der Situation erst einmal schwer überfordert, beschließen dann aber, sich mit den Obdachlosen zu solidarisieren.
Sehr gut beschrieben sind die Unsicherheiten, die zwischen den beiden sozialen Gruppen (Obdachlose und Bibliotheksmitarbeiter*innen) entstehen. Ein überraschendes und friedliches Ende lässt ehrgeizige Politiker dann sehr schwach aussehend zurück.
Liefert ein realistisches Bild von Großstadtbibliotheken im 21. Jahrhundert.

Waltraud/ Stadtbibliothek Am Gasteig

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Post Navigation