Wenn Bären ein Licht aufgeht und Elefanten Rätsel lösen

Fünf gute Bilderbücher im November

Gute Kinderbücher gibt es viele, aber die richtigen und lesenswerten und am besten auch noch pädagogisch wertvollen oft schwer auszumachen … Zum Glück haben wir bei der Münchner Stadtbibliothek jede Menge Expertinnen und Experten für alles Mögliche im Haus – unter anderem für Kinderbücher! Jeden Monat verrät Diana aus der Stadtbibliothek Bogenhausen ihre aktuellen Favoriten.

(Ein Klick aufs jeweilige Cover führt euch in unseren Onlinekatalog zum Ausleihen oder Vormerken.)


Brigitte Weninger: Ich habe ein Licht und fürchte mich nicht!

Annette Betz, 32 Seiten

Ein kleiner Bär hat den Tag bei seinem Großvater verbracht, und als er sich auf dem Heimweg machen muss, sagt er: „Ich bin doch schon groß. Ich kann auch allein nach Hause gehen.“

Der Großvater gibt ihm noch eine Laterne mit, da es schon dunkel ist, und auf geht’s. Unterwegs trifft der kleine Bär verschiedene Tiere wie das Häschen, den Frischling oder das Eichhörnchen, die Hilfe in der Dunkelheit brauchen. Allen Tieren begegnet der kleine Bär furchtlos mit dem Satz „Ich habe ein Licht und fürchte mich nicht.“ Und so gehen die Tiere gemeinsam durch den Wald…

Die Geschichte über den mutigen kleinen Bär mit viel Selbstvertrauen ist bezaubernd mit vielen Blautönen von Laura Bednarski illustriert und passt wunderbar in diese Jahreszeit.

Für Kinder ab 4 Jahren geeignet.


Constanze von Kitzing: Ich bin anders als du – Ich bin wie du. Ein Wendebuch

Carlsen, 82 Seiten

Viele verschiedene Kinder mit vielen verschiedenen Eigenschaften und Attributen und dadurch vielen Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschieden. Jede/r ist anders und doch gleich – darum geht es in diesem kleinformatigen Bilderbuch, welches von beiden Seiten gelesen werden kann. In der Mitte treffen sich die beiden Seiten des Buchs „Ich bin ich“!

Ein wichtiges Buch zur Stärkung des Selbstbewusstseins und zur Findung der eigenen Identität.

Für Kinder ab 3 Jahren.


Lou Peacock: Matti kann schon fast alles

Thienemann, 32 Seiten

Matti ist ein großer Junge und kann schon fast alles alleine machen. Anders als seine kleine Schwester, die immer die Hilfe von Mama braucht. Dass er aber doch noch Unterstützung bei besonders kniffligen Sachen wie beim Jacke-Zuknöpfen oder Gummistiefel-Anziehen braucht und Mama dann nie Zeit hat, ärgert Matti sehr. So sehr, dass er eines Tages beschließt, seinen Koffer zu packen und abzuhauen. Aber als er ganz alleine im Garten auf der Schaukel sitzt, fühlt er sich nicht mehr wie ein großer Junge. Seine Mama ist sehr froh, als sie ihn wieder findet und verspricht ihm, dass egal wie groß er ist, er immer ihr kleiner Matti bleiben wird.

Jedes Kind möchte rasch groß werden und Sachen alleine erledigen. Wenn dann die kleine Schwester Mamas Zeit ständig beansprucht, wird die Situation für Matti noch schlimmer…

Sehr alltagsnah, einfühlsam und kindgerecht erzählt Lou Peacock eine liebevolle Geschichte übers Großwerden und Eifersucht unter Geschwistern, unterstützt mit großformatigen und in Pastelltönen gezeichneten Illustrationen von Christine Pym.

Für Kinder ab 4 Jahren.


Robert Starling: Kleiner Drache will der Größte sein

Thienemann, 28 Seiten

Finn fährt zum ersten Mal ins Drachenkinder-Ferienlager und ist sehr aufgeregt deswegen. Um sicher zu stellen, dass alle Kinder ihn mögen, will er sich richtig anstrengen und bei allem der Beste sein. Doch genau dadurch schafft er es, dass sich die anderen Kinder über ihn ärgern und nicht mit ihm spielen wollen. Traurig fragt er den Betreuer Tim um Rat, welcher meint, dass es nicht wichtig sei, immer und überall der Beste zu sein, sondern dass er einfach er selbst sein soll. Und siehe da: Es klappt und Finn erlebt eine tolle Zeit im Ferienlager!

Eine gute Botschaft: Jeder ist so gut, wie er oder sie ist, und das ist genau richtig so! Wie dem Drachenkind Finn geht es vielen Kindern – sie wollen, dass andere sie mögen und übertreiben es manchmal bei dem Versuch, das zu erreichen. Eine alltagsnahe Geschichte mit farbenfrohen Bildern für Kinder ab 3 Jahren.


David McKee: Elmar und die Nilpferde

Thienemann, 32 Seiten

Elmar will ein Rätsel lösen: Der Fluss der Nilpferde ist so ausgetrocknet, dass diese Unterschlupf am Fluss der Elefanten suchen. Elmar versucht heraus zu finden, was mit dem Fluss der Nilpferde passiert ist, und folgt dem Flusslauf bis zu einer hohen Felswand. Die Schlucht, durch die der Fluss immer geströmt war, ist mit Steinen und Geröll verstopft. Elmar trommelt alle Tiere zusammen und gemeinsam räumen sie die Steine weg. Endlich kann das Wasser wieder fließen und alle baden vor Freude nach der anstrengenden Arbeit im jetzt wieder gut gefüllten Fluss.

Das neu aufgelegte Bilderbuch (erstmals erschienen 2003) mit dem beliebten buntkarierten Elmar überzeugt wie immer mit dem gutmütigen und lieben Elefanten, der stets bereit ist, anderen zu helfen.

Für Kinder ab 4 Jahren.

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Katrin

Als Kind wollte ich Bibliothekarin oder Journalistin werden - nach dem Literatur-Studium entschied ich mich zunächst für Letzteres. Um dann doch wieder in einer Bibliothek zu landen: Seit 2015 bin ich in der Münchner Stadtbibliothek verantwortlich für die digitale Kommunikation (und damit auch für dieses Blog hier). Mein großes literarisches Interesse gilt (zumindest aktuell) der postkolonialen Literatur, vor allem vom afrikanischen Kontinent.

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