Organisieren und inspirieren: Sechs freie Tools für den digitalen Alltag

Macht Technik nun das Leben leichter –  oder nicht? Ich finde: auf jeden Fall! Zuvor muss man sich allerdings durch eine Menge Tipps und Anleitungen graben, damit man für sich die richtigen digitalen Hilfsmittel entdeckt. Als Social-Media-Redakteurin bin ich nahezu jeden Tag mit solcher Wühlerei beschäftigt, und deshalb verrate ich euch mal meine sechs liebsten Tools für meinen digitalen Alltag. Vielleicht ist ja das eine oder andere auch etwas für euch? Oder hast Du auch einen Tipp? Dann bitte unbedingt hier kommentieren!

1. Aufgaben organisieren: Trello

Ohne Trello geht bei mir gar nichts mehr. Auf so genannten Boards, ähnlich Pinnwänden, kann man verschiedene Listen anlegen; jede einzelne Karte kann mit einer Frist, Anhängen, Kommentaren, Farben und individuellen To-Do-Listen versehen werden, zudem kann man Teams für einzelne Boards bilden und die Teammitglieder in die Diskussion einbeziehen oder ihnen einzelne Aufgaben zuweisen. Ich organisiere damit quasi meinen gesamten Arbeitsalltag; Redaktionspläne fürs Blog und für Social Media zum Beispiel. Die Free-Version genügt dafür völlig und sollte also auch für eure privaten und/oder beruflichen Orga-Zwecke absolut ausreichend sein.

Auch als App für iOS und Android erhältlich.

2. Grafiken für alle Anlässe: Canva

Einladungen, Plakate, Präsentationen und so vieles mehr: Dank der zahlreichen Vorlagen, Formate, Icons, Fotos und anderer grafischer Elemente ist es mit Canva ein echtes Kinderspiel, schöne und professionell aussehende Grafiken aller Art zu erstellen – egal ob für Geburtstag oder Hochzeit, für Referate oder Key Notes, für Werbekampagnen oder das eigene Schlafzimmer. Wir machen damit zum Beispiel solche Infografiken (dauert keine halbe Stunde):

Auch als App für iOS und Android erhältlich.

3. Videos erstellen: Lumen5

Die ursprüngliche Idee hinter Lumen5 war es wohl, Bloggerinnen und Bloggern ein einfaches Tool zur Verfügung zu stellen, mit dem sie ihre Artikel schnell und umstandslos in Videos verwandeln können – schließlich wissen ja alle, dass bewegte Bilder mehr Aufmerksamkeit erregen als schlichte Links. Tatsächlich braucht es aber gar kein Blog, um mit Lumen5 Videos zu erstellen, denn man kann auch einen neuen Text verwenden und eigene Fotos hochladen. In der freien Version sind die Möglichkeiten für Formate und Farben etwas eingeschränkt, aber damit kommt man gut zurecht. Ein Ergebnis unserer Arbeit mit (der freien Version von) Lumen5 seht ihr hier:

Appversion gibt es davon keine. Fehlt mir aber auch nicht.

4. Ideen organisieren: Pinterest

Pinterest ähnelt Trello in gewisser Weise – und ist doch ganz anders. Zwar gibt es auch bei Pinterest Pinnwände und Boards, die man nach eigenen Vorstellungen strukturieren und befüllen kann, aber zugleich merkt man stets, dass bei Pinterest die Idee des sozialen Netzwerks im Vordergrund stand. Und dennoch spielen Kommentare und Likes eigentlich keine Rolle: Pinterest ist nicht nur merklich visueller orientiert als Trello, sondern vor allem eine großartige Ideenfundgrube, egal ob es um die nächste Lektüre, Dekoideen, Hochzeitsplanung oder Online-Strategien geht. Jeden Pinterest-Post kann man sich mit einem Klick auf einer der eigenen Pinnwände merken – und schon füllen sich die Inspirations-Alben! Von der Münchner Stadtbibliothek gibt es auf Pinterest vor allem Buchtipps, damit ihr die ganz einfach auf eure Leseliste pinnen könnt. Unsere Startseite sieht z.B. so aus:

Auch als App für iOS und Android erhältlich.

5. Meine Nachrichten: Feedly

Auf die morgendliche Zeitungslektüre folgt im Büro erst einmal die Feedly-Lektüre: Der News-Aggregator ermöglicht es, mit nur wenigen Klicks und/oder Suchwörtern Blogs und Online-Medien zu abonnieren. So kann ich mir meine ganz individuelle, digitale Zeitung zusammenstellen – in meinem Fall etwa mit Artikeln aus internationalen Bibliotheksblogs, englischsprachigen Zeitungen und den wichtigsten Newsportalen zu den Themen Literatur, Social Media und Digitalisierung. Es gibt verschiedenen Ansichten für die Artikellisten, die Handhabung finde ich intuitiv und angenehm.

(Wer’s etwas kuratierter haben will, dem kann ich Medium empfehlen.)

Auch als App für iOS und Android erhältlich.

6. Musik machen: Launchpad (App)

Und wenn man irgendwann einmal genug hat vom Organisieren, Planen und Recherchieren, dann muss Launchpad her: Auf acht Kanälen finden sich insgesamt 48 Soundeffekte, die kanalweise kombinierbar sind inklusive individueller Lautstärkeregelung. Damit zu experimentieren und herumzuspielen stellt die perfekte Arbeitspause dar, hört sich – meistens zumindest – überraschend gut an und macht einfach Freude und Groove.

PS.: Das beste aller Orga-Tools ist und bleibt das Post-It.

Featured Image: Kelly Sikkema on Unsplash

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Katrin

Als Kind wollte ich Bibliothekarin oder Journalistin werden - nach dem Literatur-Studium entschied ich mich zunächst für Letzteres. Um dann doch wieder in einer Bibliothek zu landen: Seit 2015 bin ich in der Münchner Stadtbibliothek verantwortlich für die digitale Kommunikation (und damit auch für dieses Blog hier). Mein großes literarisches Interesse gilt (zumindest aktuell) der postkolonialen Literatur, vor allem vom afrikanischen Kontinent.

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