Mein Ort im Netz: Die Bilder, die Gewinnerinnen und Gewinner

Ende April hatten wir euch dazu aufgerufen, euren Ort im Netz abzulichten und das Bild auf Facebook, Twitter oder Instagram zu publizieren (inkl. Hashtag #MeinOrtImNetz). Die Aufgabe war nicht ganz leicht, zugegeben, deshalb freuen wir uns umso mehr über die Einreichungen und vor allem über deren Vielfalt. Aber seht selbst:

Natur

Es fällt auf, dass die Natur auf vielen Fotos eine große Rolle spielt – also das, was einen umgibt, während man twittert, scrollt und liket, und also auch einen gewissen Einfluss zu haben scheint auf die digitalen Aktivitäten, selbst wenn man es just in dem Moment des Postens und Kommentierens eigentlich gerade nicht sieht. Das kann kein Zufall sein, und tatsächlich handelt es ja sich um schlechthin das mediale Merkmal der Fotografie: Sie hält genau jenen Moment fest, den der Fotograf ‘in echt’ nie zu sehen bekommt, weil die Linse schließt (stimmt schon: seit Smartphones ist das anders…).

Doppelbelichtungen

Besonders schön ins Bild gesetzt hat diese Überblendungen von Analogem und Digitalem Nicola Rössert, die den kulturhistorisch längst klassischen Fensterblick noch einmal anders inszeniert: als verschwommenen und noch dazu buchstäblich unhaltbaren, da sie im fahrenden Zug sitzt. Bei Hildegard Mihms Foto wiederum handelt es sich im Grunde um ein digitales Selbstporträt: Auf dem Laptopbildschirm erkennt, wer genau hinsieht, das Twitterprofil von ihr. Und drumherum: Pflanzen und ein paar Dinge, die vielleicht etwas über sie verraten (Teekanne, Tasse, Kommode), vielleicht aber auch nicht.

Spiegelungen

Solche Dopplungen, Spiegelungen und Verzerrungen findet man in beinahe allen Beiträgen, und zwar auf ganz unterschiedliche Weise. Viele der #MeinOrtImNetz-Einreichungen spielen auf solche Wahrnehmungseffekte an oder inszenieren diese ganz absichtlich – sei das als verdoppelnde Spiegelung des Gesehenen wie bei Kazamesada oder als digitaler Rahmen und digitale Durchsicht auf die Realität wie bei Lynniespictures. Fehlte noch das obligatorische Einhorn – hier in Form von Toilettenpapier –, und selbst in diesem Bild von Kerstin Kitzmann gibt es noch die Spiegelung (hier: im Klorollenhalter), die sich offensichtlich besonders gut als Metapher fürs Digitale eignet.

GewinnerInnen

Kurz gesagt: Wir bedanken uns bei allen, die sich an der Aktion beteiligt haben! Wir haben uns wahnsinnig gefraut über die klugen und ästhetisch spannenden Beiträge. Die GewinnerInnen heißen:

Nicola Rössert (via Facebook)
Hildegard Mihm (via Twitter)
Kazamesada (via Instagram) (Titelfoto dieses Blogartikels)
Kerstin Kitzmann (via Instagram)
Lynnies Pictures (via Instagram)

Die GewinnerInnen werden auf den jeweiligen Netzwerken benachrichtigt: Bitte reicht per Privatnachricht eure Adresse an uns weiter, damit wir euch euren Gewinn zukommen lassen können 🙂

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Katrin

Als Kind wollte ich Bibliothekarin oder Journalistin werden - nach dem Literatur-Studium entschied ich mich zunächst für Letzteres. Um dann doch wieder in einer Bibliothek zu landen: Seit 2015 bin ich in der Münchner Stadtbibliothek verantwortlich für die digitale Kommunikation (und damit auch für dieses Blog hier). Mein großes literarisches Interesse gilt (zumindest aktuell) der postkolonialen Literatur, vor allem vom afrikanischen Kontinent.

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