Vier Fragen an: Volha Hapeyeva

Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und vieles mehr: Unser Veranstaltungsprogramm ist umfangreich und vielfältig, gleichsam täglich könnt ihr neue Menschen und Ideen entdecken. Damit ihr unsere Gäste ein bisschen besser kennenlernen könnt, stellen wir sie hier im Blog mit unserem Fragebogen vor.
Heute: die belarussische Autorin Volha Hapeyeva, die am 9. Dezember online über ihr schriftstellerisches Wirken im Exil spricht und aus ihrem jüngst erschienenen Gedichtband „Mutantengarten“ liest.

1. Stellen Sie sich bitte kurz vor.

Mein Name ist Volha Hapeyeva und ich bin Dichterin und promovierte Linguistin. Manchmal übersetze ich und schreibe auch Prosa.

Volha Hapeyeva (Foto: Helmut Kunghammer)

2. Können Sie uns ein Buch empfehlen?

Es ist sehr schwer, nur ein Buch zu empfehlen, denn ich lese meistens mehrere Bücher parallel, meistens Lyrik und Sachbücher. In der Lyrik kann ich einerseits die japanische Dichterin Misuzu Kaneko empfehlen. Sie gilt als Dichterin für Kinder, aber damit bin ich nicht einverstanden: Ich meine, ihre Poesie ist universal und sehr tief. Andererseits den Klassiker Kobayashi Issa. Seine Haikus lehren Aufmerksamkeit auf kleine Dinge und machen das Herz weicher.
Bei Sachbüchern würde ich das Buch von Kassia St Clair über Farben Die Welt der Farben“ und Hugh Raffles‘ Buch über Insekten Insektopädie empfehlen. Man kann viele interessante Sachen dort finden und auch die Sprache selbst ist sehr poetisch.

3. Was verbinden Sie mit Bibliotheken?

In meiner Heimat Belarus sind die Bibliotheken sehr aktiv, was Lesungen und Treffen mit Autor*innen angeht. Oft wurde ich auch als Autorin eingeladen um über meine Bücher zu erzählen. Aber ich mag Bibliotheken als Institutionen oder als Ort zum Arbeiten sehr, und ich habe viel Zeit dort verbracht, als ich meine Forschungen gemacht habe, oder wenn ich einfach allein und in Ruhe sein will. Dort fühle ich mich wie zu Hause.

4. Und wie geht es mit der Welt weiter?

Hoffentlich langsamer. Das Tempo war verrückt in der letzten Zeit und wir sehen die Konsequenzen. Es wäre schön, mehr Aufmerksamkeit für Details und für das Jetzt, mehr Empathie und bedingungslose Liebe zu haben, um in einer glücklicheren Welt zu leben. Und Poesie kann uns dabei helfen.

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