Vier Fragen an: Meike Harms

Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und vieles mehr: Unser Veranstaltungsprogramm ist umfangreich und vielfältig, gleichsam täglich könnt ihr neue Menschen und Ideen entdecken. Damit ihr unsere Gäste ein bisschen besser kennenlernen könnt, stellen wir sie hier im Blog mit unserem Fragebogen vor. Heute: die Bühnenpoetin Meike Harms, die zusammen mit Free Brembeck und Katrin Freiburghaus das Kabarettprogramm „Erika, die Kronprinzessin“ präsentiert. Das Video der Performance findet ihr am Ende des Interviews …

Die Veranstaltung, die neben Erika Manns Texten auch eigene Beiträge der drei Protagonistinnen beinhaltet, war im Mai in der Stadtbibliothek Neuhausen geplant und musste verschoben werden, momentan ist sie für den 4. Dezember 2020 anvisiert. „Erika, die Kronprinzessin“ war bereits im Februar in der Monacensia im Hildebrandhaus auf der Bühne und ist Teil des Veranstaltungsprogramms rund um die Ausstellung „Erika Mann: Kabarettistin – Kriegsreporterin – Politische Rednerin“, die noch bis zum 30. Juni in der Monacensia zu sehen ist.

1. Stellen Sie sich bitte kurz vor.

Ich bin Bühnenpoetin und Poesiepädagogin aus dem Outback Münchens. Mit meinen lyrisch-rhythmischen Texten war ich bis Mitte März im gesamten deutschsprachigen Raum unterwegs. Jetzt dichte ich bevorzugt in meine Webcam.

Meike Harms (Foto: Ursula Baumgart)

2.Können Sie uns ein Buch empfehlen?

Meine Empfehlung ist „Qualityland“ von Marc-Uwe Kling, das 2017 erschienen ist und satirisch-dystopisch die Entwicklung unserer digitalisierten Welt ersinnt. Es ist in Teilen erschreckend prophetisch und bleibt trotzdem urkomisch. Außerdem beschäftigt es sich wie nebenbei leichtfüßig mit philosophischen Fragestellungen und moralischen Dilemmata, die in ihrer Relevanz mit Blick auf die Corona-Krise nicht aktueller sein könnten.

3. Was verbinden Sie mit Bibliotheken?

Sakrale Stille, stundenlanges Stöbern und sachkundigen Staub.

4. Und wie geht es mit der Welt weiter?

Puh. Da bin ich durchaus überfragt. Ich wünschte, die aktuelle Verlangsamung und Reduktion würde in vielen Bereichen beibehalten werden, unsere Ökosysteme bekämen eine Chance und die Solidarität mit der 80-jährigen Risikogruppen-Nachbarin, der einkaufend unter die Arme gegriffen wird, wäre auch auf die Nachbarn an Europas Grenzen übertragbar. Doch ich bezweifle, dass so viel Konjunktiv eine solide Basis für positive Prognosen ist.

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