Vier Fragen an: Heidi Rehn

Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und vieles mehr: Unser Veranstaltungsprogramm ist umfangreich und vielfältig, gleichsam täglich könnt ihr neue Menschen und Ideen entdecken. Damit ihr unsere Gäste ein bisschen besser kennenlernen könnt, stellen wir sie im Kurzinterview vor.
Heute: Vier Fragen an die Münchner Autorin Heidi Rehn. Sie liest am 12. November in der Stadtbibliothek Neuhausen aus ihrem Roman „Die Frau des Blauen Reiter“ und am 13. November in der Stadtbibliothek Hadern aus ihrem Roman „Die Buchhandlung in der Amalienstraße„.

1. Stellen Sie sich bitte kurz vor.

Ich bin Autorin, Historikerin und leidenschaftliche Spaziergängerin, vor allem in München. Beim Schreiben historischer Romane, die zwar überwiegend im München des frühen 20. Jahrhunderts spielen, aber weit darüber hinausreichen, vermische ich dies und stelle auf meinen literarischen Spaziergängen „Auf den Spuren von …“ einige Schauplätze damals und heute vor, um vom historischen Hintergrund meiner Geschichten zu erzählen.

2. Können Sie uns ein Buch empfehlen?

Als leidenschaftliche Leserin fällt es mir schwer, nur ein Buch zu empfehlen. Eigentlich ist immer das am besten, was ich gerade lese und da stecke ich aktuell in „Lügen über meine Mutter“ von Daniela Dröscher. Faszinierend, wie sie Kindheit, Familienleben, Frausein in den 1980er Jahren schildert. Mit einfachen Worten ganz groß und eindringlich erzählt, was doch jeder von uns kennt und sehr gut nachvollziehen kann. Warum aber ändert sich so wenig am Mit- und Gegeneinander der Geschlechter? Zugleich ist es eine große Liebeserklärung an eine Mutter, die gar nicht ahnt, wie großartig sie ist. Als Mutter. Als Frau. Und als Vorbild für ihre Tochter. Und letztlich für uns alle.

Porträtfoto von Heidi Rehn
©Susie_Knoll

3. Was verbinden Sie mit Bibliotheken?

Ich liebe Bibliotheken! Zum Recherchieren für meine Romane, aber auch als leidenschaftliche Leserin. Nichts Schöneres, als ziellos die Regale entlangzuschlendern, wahllos ein Buch herauszuziehen und dann eine Entdeckung zu machen. Wenn ich ein Buch aufschlage, schlage ich eine ganze Welt auf und tauche ein in einen faszinierenden, neuen Kosmos. Ein Hoch auf den- oder diejenigen, die uns das in den Bibliotheken täglich ermöglichen. Hoffentlich geht uns wenigstens dieses Paradies nie verloren.

4. Und wie geht es mit der Welt weiter?

Mit der Welt wird es weitergehen, irgendwie, einerlei, ob mit oder ohne uns Menschen. Besser wahrscheinlich sogar ohne uns, denn wir sind diejenigen, die sich mutwillig ihre eigene Lebensgrundlage zerstören. Die Welt braucht uns nicht, um weiterzubestehen, wir aber die Welt. Das sollte uns endlich bewusst werden.


Porträtfoto von Heidi Rehn

Hier geht’s zu den Veranstaltungen
Lesung in der Stadtbibliothek Neuhausen
12.11.2022, 15.00 Uhr

Lesung in der Stadtbibliothek Hadern
13.11.2022, 11.00 Uhr

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