Vier Fragen an: Barbra Breeze Anderson

Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und vieles mehr: Unser Veranstaltungsprogramm ist umfangreich und vielfältig, gleichsam täglich könnt ihr neue Menschen und Ideen entdecken. Damit ihr unsere Gäste ein bisschen besser kennenlernen könnt, stellen wir sie hier im Blog mit unserem Fragebogen vor.
Heute: Die Poetry-Künstlerin Barbra Breeze Anderson, die am 16. März 2021 um 19:30 Uhr online gemeinsam mit der Schauspielerin Anne-Isabelle Zils Texte und Lieder zu Rassismus, Rollenzuschreibungen, Benachteiligung und Abwertung von Frauen in einer männerdominierten Gesellschaft präsentiert.

1. Stellen Sie sich bitte kurz vor.

Ich bin Barbra Breeze Anderson, eine Spoken Word Künstlerin, Autorin und Designerin von Taschen. Ich drücke mich am besten in Worten und durch Bilder aus.
Ich bin in Zimbabwe geboren und zur Schule gegangen, dort habe ich auch begonnen zu schreiben, um mich als junge schwarze Frau in einem postkolonialen afrikanischen Land auszudrücken. 2009 habe ich zum ersten Mal bei einem Poetry Slam in Harare teilgenommen.
Vor einigen Jahren bin ich nach München gekommen.

Barbra Breeze Anderson (Foto: Anne-Isabelle Zils)

2. Können Sie uns ein Buch empfehlen?

Ich bin mit der Literatur des kenianischen Autors Ngũgĩ wa Thiong’o aufgewachsen. Seine Literatur hat mich beeindruckt und beeinflusst. Besonders sein Buch „Herr der Krähen“ (Original: „Wizard of the Crow“). Er beschreibt so gut die Realität von vielen Ländern in Afrika wie Simbabwe, die sowohl durch den Kolonialismus als auch durch schlechte postkoloniale Regierungen unterdrückt sind.

3. Was verbinden Sie mit Bibliotheken?

Natürlich Lesen und Bücher. Meine Highschool in Harare hatte eine sehr schöne Bibliothek, in der ich besondere Bücher gefunden habe. In München habe ich die Bibliothek am Gasteig vor allem besucht, um Bücher für meine Deutsch-Sprachkurse auszuleihen.

4. Und wie geht es mit der Welt weiter?

Ich weiß ja auch nicht genau. Ich denke, wir können nur vorwärts gehen, wenn wir die schlechte Geschichte dieser Welt, in der Sklaverei und Kolonialismus geschehen sind und die durch Europa verursacht wurde, zur Kenntnis nehmen, daraus Erfahrungen gewinnen und dann einen Weg zur Heilung zusammen finden.

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