Vier Fragen an …
Angela Aux

Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und vieles mehr: Unser Veranstaltungsprogramm ist umfangreich und vielfältig, gleichsam täglich könnt ihr neue Menschen und Ideen entdecken. Damit ihr unsere Gäste ein bisschen besser kennenlernen könnt, stellen wir sie hier im Blog mit unserem Fragebogen vor. Heute: Angela Aux, Künstler an der Schnittstelle zwischen Musik, Lyrik, Performance-Kunst und Politik, aktuell zu Gast in der Monacensia im Hildebrandhaus.

1. Stellen Sie sich bitte kurz vor.

“I’m a poet, and I know it, hope I don’t blow it”. Angela Aux – Songwriter & Poet.

Foto: Sophie Wanninger

2. Können Sie uns ein Buch empfehlen?

“Wir sind Gefangene” von Oskar Maria Graf, weil es mich verschlungen hat. Ein Buch voller Widersprüche, das unverblümt und auf den Punkt ist wie kaum ein anderes. Es ist tief und scheußlich, liebevoll und zerstörerisch, und es fordert auf zu leben und Fehler zu machen. Es zeigt, wie schnell alles versinken kann und wie man sich als Einziger mit seinem Eigentum an Leben zwischen den Linien bewegt. Rundum empfehlenswert und leider auch sehr aktuell.

3. Was verbinden Sie mit Bibliotheken?

Transzendenten Papier-Geruch und das Verlangen nach lauter Musik. Oft sakral und mit leicht neurotischer Atmosphäre. Hallen des Denkens, aber leider nicht der Kommunikation. Ein System an Widersprüchen und darum selten zeitgemäß, aber in konstanter Neuerfindung. Eine Kreuzung aus Bibliothek und Hallenbad oder Bibliothek und Kino wäre wünschenswert. Mehr Chaos würde auch gut funktionieren. Viele Bibs sind durch Bürokratismus in ihrem Sinn entkernt. Im besten Fall sind sie Schatzkammern und werden von Suchenden durchstreift.

4. Und wie geht es mit der Welt weiter?

In unentschlüsselbaren Figuren aus Chaos und Harmonie, scheußlich schön und wundervoll zerstörerisch.

Zwischen April und Mai ist Angela Aux immer wieder in der Monacensia im Hildebrandhaus zu Gast. In atmosphärischer Nähe zum literarischen Nachlass von Oskar Maria Graf und dessen Original-Schreibtisch nähert er sich auf der Schreibmaschine tippend dem Roman „Wir sind Gefangene“. In einer Art intermedialem Cut-Up schafft Angela Aux neue Textverbindungen über das Originalwerk hinaus. Durch seine Remix-Technik entstehen fragmentarische Textografien und Gedichte. Besucherinnen und Besucher der Monacensia eröffnet sich die Möglichkeit, Einfluss auf die Texte zu nehmen.

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