Tag Archiv: Roman

Warum gehen sie nicht in sein Hotelzimmer?

Navid Kermani: „Sozusagen Paris“ (Roman)

Das habe ich mich beim Lesen dieses Romans mehrmals gefragt. Ich finde es schlichtweg nicht nachvollziehbar, dass sie ihn nach einem Spaziergang mit in ihr Haus nimmt, in dem ihr Ehemann im Arbeitszimmer sitzt und ihre Kinder schlafen. Trotzdem habe ich mich auf diesen Roman eingelassen, weil ich den Autor, einen der wenigen politisch in Erscheinung tretenden Autoren, sehr schätze. Weiterlesen →

Eiskalt erwischt

Isabelle Autissier: Herz auf Eis (Roman)

Der bloße Gedanke, hier ein Jahr zu leben, füllt die ganze Seele mit Grauen und Verzweiflung. (Johann Reinhold Forster, 1775 über Südgeorgien)

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Held? Voyeur? Fotograf!

Sabine Gruber: Daldossi oder das Leben des Augenblicks (Roman)

Ich habe diesen Roman auf meine Leseliste gesetzt, weil ich fasziniert war von den Fragen, die die Autorin aufwirft: Was macht es mit uns, dem Leid anderer tatenlos gegenüberzustehen? Was macht es mit den Reportern und Fotografen, die in Krisen- und Kriegsgebieten unterwegs sind? Erfüllen diese ihre Aufgabe, indem sie dokumentieren und beschreiben, oder müsste da nicht noch mehr sein? Mehr Hilfsbereitschaft? Mehr Empathie? Einfach mehr – Taten.

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Auf der Flucht – Deutschland, Frankreich, Schweiz

Francoise Frenkel: Nichts um sein Haupt zu betten  (Roman)

Ein verschollenes Buch, das durch Zufall auf einem Flohmarkt in Nizza auftaucht, in die richtigen Hände gerät und im französischen Verlag Gallimard und später auf deutsch bei Hanser neu erscheint – das klingt wie einem Roman entsprungen. Weiterlesen →