Tag Archiv: Monacensia

Ingeborg Drewitz: Schreib das auf Frau | #femaleheritage

"Berliner Begegnung zur Friedensförderung", 13.12.1981. An dem zweitägigen Treffen nehmen auf Einladung des DDR-Schriftstellers Stephan Hermlin rund 100 Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler aus beiden deutschen Staaten sowie aus weiteren europäischen Ländern und aus Westberlin teil. Darunter Prof. Jürgen Kuczynski, Hermann Kant, Stephan Hermlin, Bernt Engelmann (BRD) und Ingeborg Drewitz (Westberlin).-v.l.n.r. Bundesarchiv, Bild 183-Z1213-027 / Senft, Gabriele / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons | #femaleheritage

Wer war Ingeborg Drewitz? Wofür stand sie ein? Was war ihr Vermächtnis als gesellschaftlich engagierte Frau? Was ist mit Nestwerken und kreativer Selbstermächtigung durch Mit-Wirken gemeint? Darauf geht Barbara Fischer in ihrem Gastbeitrag zur Blogparade #femaleheritage ein. Drewitz habe ihr gezeigt,

wie trefflich sich die eigene Emanzipation mit dem zugeschriebenen #femaleheritage zu gesellschaftlichem Engagement verdichten kann, um sich damit umso wirkungsvoller gegen antiemanzipatorische Widerstände zu wehren.

Barbara Fischer
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Annedore Leber: Widerstandskämpferin und Demokratin der ersten Stunde | #femaleheritage

Annedore Leber an ihrem Schreibtisch in den 1950er Jahren #femaleheritage. Foto: Julius und Annedore Leber-Archiv, München.

Annedore Leber kämpfte im Widerstand gegen den Nationalsozialismus und war in der frühen Nachkriegszeit eine Demokratin der ersten Stunde. Sie gründete 1947 das Magazin „Mosaik“. Dieses enthielt neben Schnittmustern auch politische Artikel. Denn ihre Zielgruppe waren Frauen, die sie zur Demokratie erziehen wollte. Als Verlegerin gab sie Bücher zum Widerstand in der Nachkriegszeit heraus, damals ein Tabu-Thema. Dr. Frauke Geyken stellt in ihrem Gastbeitrag zur Blogparade #femaleheritage kenntnisreich und eindrücklich Leben und Wirken von Annedore Leber vor. 

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Prostitution um 1900 – Anna Pappritz und der Abolitionismus | #femaleheritage

Anna Pappritz auf dem internationalen Frauenkongress 1904 in Berlin. (AddF, Kassel, Sign. D1-00290 / Atelier Loescher & Petsch, Berlin, Public Domain / Gemeinfrei.) #femaleheritage

Der Abolitionismus war stark mit der bürgerlichen Frauenbewegung verbunden. Anna Pappritz vermittelte zwischen beiden und mischte sich intensiv in die Debatte um die Prostitution um 1900 ein. Dabei ging es darum, gegen die sogenannte Reglementierung vorzugehen. Diese sprach letzten Endes Frauen in der Prostitution partiell ihrer Menschenrechte ab. Auf die Diskurse zum Thema jener Zeit geht Dr. Kerstin Wolff, Forschungsleiterin im Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF) in Kassel, ausführlich in ihrem Gastbeitrag zu Blogparade #femaleheritage ein.

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Ellen Ammann – soziales Engagement und Pionierin der katholischen Frauenbewegung | #femaleheritage

Ellen Ammann mit Papagei und Dackel

Ellen Ammann zählt zu einer der „vergessenen Münchnerinnen“. Ihre Spuren in der Stadt sind sichtbar, während ihr soziales Engagement wegweisend war und ist. Zeitlebens setzte sie sich für die Gleichberechtigung von Frau und Mann ein und schuf dafür Strukturen – eine Pionierin der katholischen Frauenbewegung, Networkerin und eine von acht Frauen, die in den Bayerischen Landtag gewählt werden. Leben und Wirken von Ellen Ammann stellt uns Dr. Gerlinde Wosgien in ihrem Gastbeitrag zu Blogparade #femaleheritage vor.

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Die Autorin Stefanie Zweig: “Mut ist im Leben viel wichtiger als Schokolade“| #femaleheritage

Stefanie Zweig mit ihren Hunden auf der Farm Ol Joro Orok, August 1941. Deutsches Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek, SplNL Stefanie Zweig, EB 2016/004, mit Dank an Walter Zweig. Reproduktion: DNB #femaleheritage

Wer war Stefanie Zweig? Wie prägte das kenianische Exil ihre Schriften, nachdem sie und ihre Familie 1947 nach Deutschland zurückkehrten? Darüber und über den Nachlass der Schriftstellerin schreibt Dr. Sylvia Asmus, Leiterin des Deutschen Exilarchivs, in ihrem Beitrag zur Blogparade #femaleheritage.

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Lücken im Gedächtnis: Homosexualität in der Weimarer Republik | #femaleheritage

Erika Mann und Pamela Wedekind, Quelle: Münchner Stadtbibliothek / Monacensia

Mit dem Schweigen sprechen. How Erika can queer us 

Erika Mann liebte Frauen. Anders als in ihrem Kampf für Demokratie trat sie hierfür jedoch nie öffentlich für Homosexualität ein. Wie ist dieses Schweigen heute zu lesen? Wie können wir aus der Gegenwart reagieren, wenn die historische Protagonistin scheinbar nicht befreit werden möchte? Und welche Aufgabe hat ein Literaturarchiv hierbei?

Theresa Seraphin fragt im Rahmen von #femaleheritage nach queeren Lebensrealitäten in der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts und dem symptomatischen Schweigen einer Künstlerinnengeneration, für die ein öffentliches Coming-Out keine Befreiung bedeutete. Eine literarische Spurensuche zwischen individuellen Leerstellen und struktureller Unsichtbarkeit. 

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Hélène Cixous’ Sprache der Erinnerung | #femaleheritage

Hélène Cixous bei der Zeremonie zur Verleihung der Möser-Medaille am 04.12.2018 in Osnabrück / © Swaantje Hehmann. #femaleheritage

Hélène Cixous wird zuweilen als „Legende des Feminismus“ bezeichnet. Mit ihrem einflussreichsten Text „Das Lachen der Medusa“ prägte sie den Begriff der „écriture féminine“. Zugleich gilt der Essay als einer der bedeutendsten Schlüsseltexte der feministischen Theorie. Darauf und auf weitere Aspekte geht Alice Cadeddu, Mitarbeiterin am Erich Maria Remarque-Friedenszentrum, in ihrem Beitrag zur Blogparade #femaleheritage ein

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