Tag Archiv: Hörbuch

Vergangenheit bewältigen, ankommen in der Gegenwart

J.L. Carr: Ein Monat auf dem Land (Roman)

1920, in der kleinen englischen Ortschaft Oxgodby: Der junge Tom Birkin soll ein mittelalterliches Fresko mit einer Szene aus dem Jüngsten Gericht freilegen. Mit seinem ersten Job als Restaurator versucht er nicht nur, etwas Geld zu verdienen, sondern auch Abstand vom Wahnsinn der Welt seiner Zeit zu gewinnen.

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Was macht eine Diktatur mit dem Menschen?

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Anna Seghers: Das siebte Kreuz. Lesung mit Martin Wuttke

Deutschland 1937: Sieben Flüchtlinge fliehen aus dem Konzentrationslager Westhofen bei Mainz. Sieben Kreuze lässt der Lagerkommandant errichten und schwört sich, die Flüchtenden innerhalb von sieben Tagen an diesen Kreuzen hinzurichten. Weiterlesen →

Wahnsinn – weltweit und im Keller

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Wenn Karen Duve ein Buch veröffentlicht, schauen alle hin. Als ihr Roman „Macht“ erschien, hagelte es Verrisse und unfaire Vergleiche – FAZ, ZEIT, Deutschlandradio, Tagespiegel – vielleicht seid ihr schon drüber gestolpert und habt das Buch gleich abgehakt? Die empörte Ablehnung könnte auch daran gelegen haben, dass in diesem Buch jede, aber auch wirklich jede gesellschaftliche Gruppe ihr Fett abkriegt – und zwar satt. So richtig. Weiterlesen →

Wer gefunden wird, ist verloren

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Mit 12 Jahren sah ich das erste Mal Bilder von Konzentrationslagern, in dem Buch „Der gelbe Stern“ von Gerhard Schoenberner, es erschien 1960 und wird bis heute neu aufgelegt. Der Boden unter meinen Füßen schien sich aufzulösen, ich konnte nicht wirklich verstehen, was ich da sah. Was tat ich, um zu verstehen? Ich las. Weiterlesen →