Tag Archiv: #erikamann

Zehn Millionen Kinder. Die Erziehung der Jugend im Dritten Reich | #ErikaMann

1938 erscheint "School for Barbarians. Education under the Nazis" in New York. Das Buch von Erika Mann wird ein Bestseller, drei Monate nach Erscheinen der englischen Ausgabe sind 40.000 Exemplare verkauft. Im selben Jahr erscheint die deutsche Ausgabe „Zehn Millionen Kinder. Die Erziehung der Jugend im Dritten Reich“ im Amsterdamer Exilverlag Querid Foto: Eva Jünger

Ein Buch über „Die Erziehung der Jugend im Dritten Reich“ klärte die Amerikaner über Indoktrination und Drill im Nationalsozialismus auf. „Zehn Millionen Kinder“ von Erika Mann ist ein „politisches Lehrbuch“. Faktengestützt und anschaulich schildert sie darin den Alltag von Familien im nationalsozialistischen Deutschland. Er war geprägt von Angst vor Denunziation und von Opferbereitschaft  für den „Führer“. Aber Erika Manns Hoffnung richtete sich auf ein Ende der  Barbarei .Prof. Dr. Irmela von der Lühe – Kuratorin der Erika Mann-Ausstellung – beschreibt in  ihrem Gastbeitrag die Entstehung und Bedeutung des Buches.

„Das Studieren des Materials bereitet die reinste Uebelkeit, dann aber ist es ja auch ganz wollüstig, alles so darzulegen und zu denuncieren.“

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Digitale Kulturvermittlung: Vernetzungsaktion #ErikaMann – was ist passiert?

Collection zur Vernetzungsaktion #ErikaMann der Monacensia, Wakelet

Die digitale Vernetzungsaktion #ErikaMann der Monacensia im Hildebrandhaus vom 16. – 27. März 2020 entwickelte sich fulminant und das trotz des Corona-Shutdowns in Deutschland. Inhaltlich dichte und facettenreiche Beiträge kamen im Social Web zu Erika Mann und ihren Idealen Anstand, Freiheit und Toleranz zusammen – dafür danken wir allen Teilnehmenden herzlich! Die Aktion ist Teil der digitalen Kulturvermittlung und wirkt sich auf unsere Arbeit aus. Wie genau und was konkret im Rahmen der Vernetzungsaktion geschah, das lest Ihr heute in unserer umfänglichen Besprechung – der Versuch einer Einordnung. 

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Unterwegs auf dem Motorrad mit Lea Rieck: Die Freiheit der bayerischen Kartoffel | #ErikaMann

Mit dem Motorrad in den Sonnenaufgang fahren, Western Sahara. Foto: Lea Reck

„Was wäre, wenn ich einmal mutig wäre, einmal etwas tun würde, das nichts mit einem ordentlichen Lebenslauf zu tun hat und das keiner von mir erwartet?“ 

Die Münchnerin Lea Rieck hat ihren Traum wahrgemacht und hat alleine mit dem Motorrad die Welt bereist. Über ihre Erfahrungen schrieb sie ein Buch: In rasantem Tempo führt der Reisebericht „Sag dem Abenteuer, ich komme“ durch Länder und Kontinente, Klimazonen und Weltanschauungen. Mit ihrer Furchtlosigkeit und ihrem Abenteuergeist erinnert uns Lea Rieck dabei sehr an die begeisterte Autofahrerin und Reisende Erika Mann.

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Kämpferin für die Wahrheit – Bettina von Arnim (1785 – 1859) | #ErikaMann

Jubelnde Revolutionäre nach Barrikadenkämpfen am 18. März 1848 in der Breiten Straße in Berlin, Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Was haben Bettina von Arnim und Erika Mann gemeinsam? „Immer indirekt völlig eindeutig“ – das trifft auf beide zu, jede für sich ist eine Kämpferin für die Wahrheit. Wie Bettina von Arnim das ummünzt, schreibt uns Damian Mallepree vom Goethe-Museum Düsseldorf in seinem Beitrag zur Vernetzungsaktion #ErikaMann. Wir blicken mit ihm zurück ins 19. Jahrhundert auf Leben und Wirken einer beeindruckenden Frau. Spannend, wie sie die Zensur umgeht, den König kritisiert und Hilfsbedürftigen während der Cholera-Epidemie hilft. 

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