Raus aus dem Kreatief!

Das selbstgemachte Kreativtagebuch

von Denise/ Stadtbibliothek Am Gasteig

Einfach mal kreativ sein! Leicht gesagt, wenn man vor der weißen Leinwand steht oder vor dem leeren Blatt Papier sitzt. Wie immer, wenn man endlich die Zeit hat und sich vornimmt, etwas Schöpferisches zusammenzubasteln, fällt einem einfach nichts ein. Das Kreatief hat zugeschlagen – aber wie kommt man da wieder raus?
Mein Tipp: Führt ein Kreativtagebuch (oder auch Artjournal)!

Welche Bücher eignen sich?

Im Grunde fast jedes Buch oder Heft. Man kann ein als solches deklariertes Skizzenbuch oder ein beliebiges Notizbuch nehmen. Man kann sogar ein ausgedientes Schulheft verwenden. Wer Papier binden kann, kann auch auf individuellen Papierstücken arbeiten und diese anschließend zusammennähen, tackern oder mit Heftklammern zusammenbinden. Hier geht auch ein ausgedienter Ordner oder Ringbuch.

Welche Materialien kann man nutzen?

Einfach alles! Von den üblichen Bastelutensilien, über diverses Malwerkzeug, bis hin zu Alltagsgegenständen, die sich umfunktionieren lassen, ist alles erlaubt.
In unserem Beispiel habe ich folgendes verwendet:

  • Wachsmalstifte
  • Kopien aus dem Brockhaus
  • Zeitungspapier
  • bunte Papierreste
  • getrocknete Blumen

Sucht euch alte Kataloge, Bilderkalender, Buntstifte und alles zusammen, was sich eventuell einsetzen lässt und experimentiert!

Thema ausdenken und los!

Wenn ihr bereits eine Gestaltung im Kopf habt, braucht ihr euch nicht viel überlegen und könnt einfach loslegen. Solltet ihr aber noch nicht wissen, wo ihr anfangen sollt, dann lohnt es sich, zunächst über ein Thema nachzudenken.
Es können ganz einfache Inhalte sein. Im Idealfall etwas, das ihr mit etwas Positivem verbindet, wie zum Beispiel „Eiscreme“. Oder ihr möchtet euch gerne an den letzten gemeinsamen Spieleabend in der Familie erinnern und gestaltet die Buchseiten wie ein Spielebrett.

Ich habe die Verbindung zur Bibliothek gesucht und deshalb als Beispiel das Thema „Buch“ gewählt. So kam ich auf die Idee mit den getrockneten Blumen, die ich zwischen die Buchseiten klemme, oder auf Auszüge zur Definition aus dem Brockhaus, einem der bekanntesten Nachschlagewerke.

So habe ich meine Doppelseite gestaltet:

Hier habe ich zunächst alle Materialien, die ich nutzen möchte, auf einem Platz versammelt. Tatsächlich habe ich am Ende nicht einmal alles verwendet. Neben den Papierresten habe ich auch noch Kopien aus dem Brockhaus dazugelegt, die gut zu meinem Thema passten.

Um sich ein ungefähres Bild vom Seitenaufbau machen zu können, empfiehlt es sich, die Auszüge, die man einkleben möchte, zunächst anzuordnen ohne sie fest zu kleben. So kann man ein ungefähres Gefühl für die Anordnung bekommen, bevor sie endgültig ist.

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Nun, wo man weiß, wo welches Motiv bzw. welcher Text hinkommt, überlegt man, wo die größten Leerräume entstehen und füllt sie mit buntem Motivpapier.

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Darauf werden dann die Texte und Bilder fixiert:

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Überall, wo noch zu viel freie Fläche war, habe ich mit getrockneten Blumen und Washitape geschmückt. Außerdem habe ich mit Wachsmalstiften gemalt, was mir in den Sinn kam, wie z.B. ein Tee oder eine Lesebrille.

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Und jetzt ihr!

Ran an die Stifte und erobert die erste Doppelseite eines Buches/Heftes eurer Wahl! Die meisten Ideen kommen einem, wenn man wie für ein normales Tagebuch überlegt, womit man sich zuletzt befasst hat und wie man das als Thema auf Papier bannen kann.

Mehr zu Kreativtagebüchern:

Dazu gibt’s in der Bibliothek:

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