Lieblingsbücher 2019 (III)

Dritte und letzte Folge unserer kleinen Lieblingsbücher-Serie. Und trotzdem geht es morgen weiter mit Buchtipps: Dann empfehlen die Kolleg*innen aus der Monacensia ihre liebsten Bücher von und über Erika Mann. Aber jetzt erst einmal: noch mehr gute Romane!

(Ein Klick aufs jeweilige Cover führt euch in unseren Katalog zum Ausleihen oder Vormerken.)


Piper Verlag, 576 Seiten, übersetzt von Monka Baark

Atwood, Margaret: Die Zeuginnen

Nach 33 (!) Jahren endlich die Fortsetzung des Bestsellers „Der Report der Magd“ Wir alle fragen uns: wie ist es mit June weitergegangen? Spoiler vorab: Der Roman gibt keine Antwort. Stattdessen berichten zwei sehr unterschiedliche Mädchen: Junes Tochter aus Gillead, die der anstehenden Zwangsehe durch Ausbildung zur „Tante“ zu entgehen versucht, und die ikonisierte „Kleine Nicole“ aus Kanada, die nach einem furchtbaren Anschlag auf ihre Familie bereit ist, sich auf eine riskante Mission einzulassen. Auch die geheimen Aufzeichnungen Tante Lydias‘, die sich als einzige der drei noch an die Zeit vor dem Systemsturz erinnern kann, geben ungeahnte Einblicke vor allem in die Entwicklung und Verselbstständigung der Ideologie des totalitären Systems.

Stefanie / Stadtbibliothek Westend

C.H. Beck, 319 Seiten

Scheuer, Norbert: Winterbienen

Egidius Arimond lebt in einem Bergarbeiterstädtchen in der Eifel, züchtet Bienen und leidet an Epilepsie. 1944 bis zum Kriegsende am 19.5.1945 führt der ehemalige Geschichts- und Lateinlehrer Tagebuch. Er beschreibt seine Alltagserlebnisse, wie sich seine Bienen entwickeln und wen er getroffen hat. Aber auch Bombenangriffe und die Schwierigkeiten, an seine Medikamente zu kommen, seine Angst vor den Nazis. Da er sich in dem weit verzweigten unterirdischen Stollensystem auskennt, versteckt er immer wieder Juden. In Bienenkörben verborgen bringt er sie bis an die belgische Grenze. Das Buch stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis.

Annette / Stadtbibliothek Maxvorstadt

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Luchterhand, 208 Seiten, übersetzt von Eva Bonné

Carys Davies: West

Pennsylvania 1815: Der Maultierzüchter Cy Bellman liest in der Zeitung von Knochenfunden riesiger Tiere und macht sich auf den Weg nach Westen, um diese Geschöpfe mit eigenen Augen zu sehen. Nur seine zehnjährige Tochter Bess, die er bei seiner Schwester zurücklässt, glaubt an ihn. Beider Schicksal verbindet sich überraschend mit dem Schicksal eines jungen Indianers. Berührend und poetisch.

Doris / Referentin Belletristik

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btb, 608 Seiten, übersetzt von Paul Berf

Håkan Nesser: Der Verein der Linkshänder

Kommissar Van Veeteren und Inspektor Barbarotti ermitteln gemeinsam in einem alten Fall, in dem Van Veeteren versagt hat. Bedächtig erzählt, mit mehreren Erzählsträngen und philosphischen Betrachtungen, in denen sich Van Veeteren und Barbarotti gerne verlieren.

Anke / Stadtbibliothek Bogenhausen

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Deuticke, 192 Seiten

Bettina Balaka: Die Tauben von Brünn

Lotteriespiel und Kapitalismus, Aberglaube und Wissenschaft: Im Wien des 19. Jahrhunderts verschränken sich die Lebensläufe des historisch belegten unbarmherzigen Ausbeuters Baron Johann Karl von Sothen und der fiktiven Brieftaubenzüchterin Berta. Warmherzig und einfühlsam erzählt – mein Lieblingsbuch des Jahres!

Doris / Referentin Belletristik

Titelfoto: Will Malott / Unsplash

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