Lesezeichen 02/06: Die Literaturklicks der Woche

Alle Woche wieder: die besten Texte aus dem Netz über die Literatur in Gegenwart und Zukunft. Diesmal: Julya Rabinowich denkt über Bibliotheken nach, Ece Temelkuran über Populismus, Mely Kiyak über das Grundgesetz. T.C. Boyle wird in seinem Haus besucht, in Großbritannien geht’s der Lyrik gut wie nie, deutsche Verlagsvorschauen dagegen – nun ja … Und: Afrikanische und internationale Autorinnen und Autoren verabschieden sich von Binyavanga Wainaina.


#bibliotheken

Penelope – A Chorus Line
Von Julya Rabinowich

Bibliotheken sind Orte der Begegnung – der Begegnung mit sich selbst, mit anderen und mit der Geschichte der Menschheit. Hier kann man 20.000 Meilen unters Meer und in Parallelwelten von Alice im Wunderland absinken, hier kann man den Schnee am Kilimandscharo erkunden, kann den Mord im Orientexpress lösen, Quidditch spielen, in Elementarteilchen zerfallen, dem Krieg ein weibliches Gesicht geben.

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#populismus

Erdogan, Trump, and the Banality of Evil
Von Ece Temelkuran

How and why Turkish democracy was finally done away with by a ruthless populist and his growing band of supporters on the night of July 15, 2016 is a long and complicated story, one from which we can attempt to draw lessons for the benefit of the rest of the world.

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#grundgesetz

Die Summe aus Schmerz, Scham und Schuld
Von Mely Kiyak

Man liest das Grundgesetz wie eine Art Schulbuch der Demokratie, dessen Ziel darin besteht, eine Gemeinschaft mit gleichen Rechten für alle zu schaffen. (…) Aber nicht nur. Tatsächlich funktioniert das Regelwerk wie ein Fortsetzungsroman mit Bürgerbeteiligung.

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#interview

T.C. Boyle is Most Certainly Living His Best Life
Seven Conversations from an Afternoon with a Writer in His Habitat

I’m a fanatic about biology. In fact, I probably would have been happy as a field biologist… if it weren’t for math. Math is what scares me. My totem animal is the fish. I don’t know why but anything about fish and their environment. And I’ll extend that to amphibians as well. Anything that lives in the water fascinates me, I don’t know why.

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#iran

Die Sanktionen machen die Diebe fetter und die Armen ärmer
Von Mahmud Doulatabadi

Während die Zensur nachlässt, stehen Autoren und Verlage vor einem neuen Problem: Das Papier wird teurer. Es herrscht ein regelrechter Mangel. Dies ist auch eine Folge der Sanktionen, die überall Mangel und Teuerung erzeugt haben. So wird der Druck, den bisher die Zensur ausübte, durch den Druck durch den Papiermangel ersetzt.

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#socialmedia

What Happens When You Pose as Susan Sontag on Twitter?

I was lonely and bored, and despite my relentless use of a medical-grade SAD lamp, my depression had kicked into full gear. In short, I needed a project, ideally one that wouldn’t require me to leave the house or exert too much energy. Inspired by the now-defunct Andy’s Diary account, which tweeted daily entries from Warhol’s diaries on the dates on which they were written (or in his case, reported over the telephone), I set up an account under the handle @sontagdaily.

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#socialmedia

Was Instagram mit der Wiederauferstehung von Gedichten zu tun hat

Lyrik findet immer mehr Abnehmer in Großbritannien. Jedes Jahr stellt das Genre neue Rekorde auf. Allein 2018 wurden 1,3 Millionen Gedichtbände verkauft. Der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr stieg um zwölf Prozent.

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#kommerz

13 Thesen zur Verkäuflichkeit der Literatur

Die Verlagskataloge liefern ein skurriles Bild von Literatur und den Gründen, warum jemand überhaupt Bücher liest oder schreibt.
Wir haben die Vorschauen der größten deutschen Verlage auf ihre Haltung zum Buch hin ausgewertet.

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#byebye

In Memoriam: Binyavanga Wainaina
Tributes from Ngũgĩ wa Thiong’o, Aminatta Forna, Malaika Adero, and Others

What does it mean when a writer like Binya dies but leaves his words behind? Provocative, dizzyingly brilliant, an advocate for LGBTQ rights, proudly African, proudly himself, so achingly and compellingly vulnerable. How do we mourn when his voice is so loud that it can still fill a room?

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Foto: Paweł Czerwiński / Unsplash

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Katrin

Als Kind wollte ich Bibliothekarin oder Journalistin werden - nach dem Literatur-Studium entschied ich mich zunächst für Letzteres. Um dann doch wieder in einer Bibliothek zu landen: Seit 2015 bin ich in der Münchner Stadtbibliothek verantwortlich für die digitale Kommunikation (und damit auch für dieses Blog hier). Mein großes literarisches Interesse gilt (zumindest aktuell) der postkolonialen Literatur, vor allem vom afrikanischen Kontinent.

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