Kategorie Archiv: Zum Thema

Über Bibliotheken heute und morgen

Offene Bibliotheken, urbane Öffentlichkeit

Im Rückblick auf die interdisziplinäre Tagung „Public! Debatten über Bibliotheken und urbane Öffentlichkeit“ im Februar 2018 in der Münchner Stadtbibliothek möchte ich die von Sonja Beeck gestellte Frage: „Sind Bibliotheken eher Straßen als Wohnzimmer?“ weiterdenken.

In ihrer Public!-Keynote wählte Sonja Beeck Giambattista Nollis „La Nuova Topografia di Roma“ (1748) als Ausgangspunkt. Der Schwarzplan Roms blendet Planelemente wie Straßennamen, Vegetation oder Gewässer aus und stellt die Unterscheidung von bebauter und unbebauter Fläche in den Vordergrund. Kirchen werden darin als weiße Flächen, will heißen als öffentliche Räume dargestellt. Sie werden damit Straßen gleichgesetzt, die, im Plan betrachtet, die Kirchen umfließen, aber sie auch wie Buchten auszufüllen scheinen. Beeck verglich Kirche und Stadtbibliothek in ihrer Funktion und kam zu der These, dass die Bibliothek weniger als Wohnzimmer, denn als Straße betrachtet werden könnte. Als öffentliches Gebäude im Sinne Nollis, das sich elastisch mit der urbanen Umgebung verbindet und das der Stadtbevölkerung als positiver Ort der „vibrierenden Stille“ diente. Weiterlesen →

Einfach ausprobieren und mitmachen!
Virtual Reality in der Münchner Stadtbibliothek

Am Anfang war der Hype. Unvergessen der Sommer vor zwei Jahren, als zahlreiche Pokémonfans auf der ganzen Welt mithilfe der App „Pokémon Go“ dem Jagdfieber frönten. Durch die App sah man auf einer Karte, wo auf den Straßen Pokémons darauf warteten, gefangen zu werden. Wenn man das Handy auf den entsprechenden Standort richtete, erschien auf einmal vor dem Spieler oder der Spielerin zum Beispiel ein „Taubsi“ (ein Flugpokémon, richtig geraten). Direkt auf der Straße oder dem Gehsteig, zwischen der Bushaltestelle und einem Mülleimer! Ein globales Phänomen, das die reale Welt mit virtuellen Elementen zusammenbrachte. Weiterlesen →

Auf dem Bibliothekartag 2018: Sieben Antworten auf fünf Fragen

Der Bibliothekartag ist eines der wichtigsten Branchentreffen im deutschsprachigen Raum. In diesem Jahr fand er Mitte Juni in Berlin statt – und die Münchner Stadtbibliothek war mit einer bunt gemischten Gruppe angereist. Damit auch alle anderen ein bisschen Berliner Bibliothekartagsluft schnuppern können und wenigstens einen kleinen Eindruck bekommen, was wir da machen und warum wir das machen, haben wir uns im Nachgang fünf Fragen gestellt. Hier sind unsere Antworten: Weiterlesen →

Neues aus Neuaubing: Kinder und Gefühle

Während der Neubauphase der Stadtbibliothek Neuaubing sind wir im Stadtteil unterwegs, vor allem in Schulen und Kindertagesstätten, mit Aktionen rund um Bücher, Lesen und Sprache. Heute wollen wir über ein Konzept berichten, das die Kinderbuchautorin Gudrun Sulzenbacher auf einer Fortbildung vorgestellt hat. Von uns wurde es speziell fürs Klassenzimmer überarbeitet. Es heißt „Heute bin ich“ und beschäftigt sich mit dem Thema Gefühle. Es ist ideal für Kinder am Ende der ersten Klasse. Das Motto ist auch der Titel eines Bilderbuchs von Mies van Hout, das bei der Aktion selbstverständlich eine zentrale Rolle spielt. Weiterlesen →

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