Kategorie Archiv: Literatur

Der Wahnsinn hält Einzug

Kalin Terzijski: Wahnsinn (Roman)

Der bulgarische Schriftsteller Kalin Terzijski begann sein Berufsleben als Arzt. Er gehörte zunächst als Pfleger, später als Psychiater zum Personal einer der größten psychiatrischen Kliniken Bulgariens – oder wie er es selbst sagt: “zur Besatzung des Narrenschiffs“. Aber warum wollte er überhaupt Psychiater werden? Sehr ehrlich und dennoch mit einer gewissen Portion Koketterie führt er in seinem Roman “Wahnsinn” als Gründe die eigene Eitelkeit an; sein erstes Ziel sei es gewesen, bewundert zu werden, vor allem und vorzugsweise von Frauen. Auch durch einen auffallenden Modestil wollte er sich bereits in jungen Jahren von seinen Mitstudenten abheben und dem sozialistischen Provinzialismus entfliehen.

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BookTalk, Folge 3: November 2016

Diesmal im BookTalk: Was französische Bäume von deutschen unterscheidet, was war und was hätte sein können sowie die Entführung einer 104-Jährigen.

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Ein Klassiker der Großstadtliteratur als Hörspiel

Manhattan Transfer: Hörspiel von Leonhard Koppelmann und Hermann Kretzschmar nach dem Roman von John dos Passos

John Dos Passos veröffentlichte seinen multiperspektivischen Roman 1925 und gilt neben Hemingway, Faulkner und Fitzgerald als einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Moderne. Mitte 2016 kam auf der Grundlage einer Neuübersetzung des Romans von Dirk van Gunsteren das Hörspiel von Leonhard Koppelmann und Hermann Kretzschmar im HörbuchHamburg Verlag heraus.

In den knapp sechs Stunden (6 CDs) wird der Text von 50 Schauspieler_innen gelesen, darunter Stefan Konarske, Sophie Rois, Ulrich Matthes, Axel Prahl, Ulrich Noethen. Allein die Terminplanung muss gigantisch gewesen sein! In das Hörspiel eingestreut sind über 100 Musikstücke, manche sehr kurz, manche länger. Sie bewegen sich stilistisch zwischen Jazz und Neuer Musik. Weiterlesen →

Empathie gibt’s nicht im App-Store

“Die Empathie-Tests” von Leslie Jamison (Essays)

Schon im ersten Essay „Die Empathie-Tests“ – locker und unkonventionell aufbereitet – erlebt der Leser die Erfahrungen der Autorin, wie sie als Patienten-Darstellerin jobbte und Krankheitsbilder für Medizinstudenten, anhand eines mehrseitigen Skriptes, simulierte.

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