#Wirziehenum: Blick in die Zukunft – Stadtbibliothek im Motorama

Durch die Sanierung des Gasteig teilt sich die Stadtbibliothek am Gasteig künftig auf mehrere Orte auf. Eine große Veränderung erwartet all unsere Kolleg*innen. In dieser Serie geben wir Einblicke, wo es die einzelnen Akteur*innen hinzieht und was der Umzug für sie bedeutet.

Ende November öffnet die Stadtbibliothek im Motorama zum ersten Mal ihre Türen. Wie werden unsere Vorstellungen ankommen und sich entwickeln? Waltraud Leitmeier, stellvertretende Leitung der Stadtbibliothek im Motorama, schaut in die Zukunft und beschreibt einen beispielhaften Tag in der neuen Bibliothek.

Bunt, lebendig, einladend, modern, offen, weitläufig – das sind nur einige Attribute, mit denen die Stadtbibliothek im Motorama, eines der Interimsquartiere der Zentralbibliothek, von unseren Besucher*innen beschrieben wird!

Los geht‘s um 7 Uhr: die ersten Kund*innen kommen gleich nach der Öffnung in die Bibliothek, um sich ihre Morgenzeitung zu sichern oder einen der begehrten Arbeitsplätze im ersten Stock zu besetzen. Hier kann man alleine oder mit der Lerngruppe arbeiten, in guter Lernatmosphäre bei freiem WLAN und mit coolen Steckdosen, die von der Decke baumeln. Gleich nebenan in den Regalen finden sich Bücher aus der Themenwelt Lernen/Wissen, sowie Lernhilfen für alle Fächer und Interpretationen.

Im ersten Stock der neuen Bibliothek gibt es zahlreiche Plätze zum Lernen und Arbeiten. © CBA Clemens Bachmann Architekten

An der zentralen Information im EG begrüßen wir die erste Schulklasse zu einer Führung durch die neue Bibliothek. Der Kinderbereich ist besonders großzügig gestaltet: ein flauschiger roter Teppichboden, Bilderbuchtröge und für Kinder, die schon lesen können altersgerechte Literatur in Regalen, an die sie bequem herankommen. Für ihre Begleitpersonen, Eltern, Tanten, Omas, Opas, Tagesmütter und -väter findet sich in diesem Bereich auch alles an Büchern rund um die Familie. Titel wie „Das Kind wächst nicht schneller, wenn man daran zieht“, „Urlaubsglück mit Kids“ und „Pubertät ist voll nice“ unterstützen bei (fast) allen Situationen, die das Familienleben so mit sich bringt.

Bei allen Kindern, egal welchen Alters, ist das Fenster zur Rosenheimer Straße die Attraktion. Hier stehen oft Großfahrzeuge, die sie bisher nur aus Bilderbüchern kannten, und bauen den alten Gasteig zum Neuen Gasteig um.

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Noch leer, aber bald werden im roten Raum Kinder spielen, lesen und rumtoben können. © Münchner Stadtbibliothek

Aber auch die Erwachsenen sind glücklich mit den Räumen. Durch ein frisches Farbkonzept und großzügige Beschilderung ist es einfacher geworden, sich zurechtzufinden.

Für Überraschung hat anfangs gesorgt, dass die Bücher nicht mehr wie gewohnt nach Sachgruppen im Regal zu finden sind. Stattdessen kann man sich inspirieren lassen und in den Themenwelten Leben, Kreativ, Lernen/Wissen, Unterhaltung, Phantastische Welten und Spannung fündig werden. Die freundlichen Mitarbeiter*innen, die im Raum gut erkennbar mit Tablets unterwegs sind, helfen gerne weiter!

Um 10 Uhr kommen dann unsere Senior*innen zum digitalen Lernen in die Bibliothek. Mittlerweile sind die drei Informationstheken besetzt, doch unsere älteren Besucher*innen kennen ihren Weg ins GameLab schon alleine. Da sich gerade in den Lockdowns während der Pandemie gezeigt hat, dass wir alle digital fitter werden müssen, wurde dieses Angebot besonders gut angenommen. Das GameLab gehört vormittags oft der älteren Generation. Hier können sie Konsolenspiele ausprobieren und erhalten Hilfe zu ihren digitalen Endgeräten.

Am späteren Vormittag kommt eine lebhafte Schulklasse für ein Recherchetraining zur W-Seminar-Arbeit. Bei der ersten wissenschaftlichen Arbeit sind viele Schüler*innen noch etwas unsicher, wir helfen hier gerne weiter und unterstützen sowohl Schulklassen wie auch einzelne Schüler*innen mit unseren Büchern aus dem Lernen/Wissen-Regalen und unseren Datenbankkenntnissen.

Mittags wird es dann sehr lebhaft, die ersten Schüler*innen sitzen mit ihrer Brotzeit im Jugendbereich und hängen ab. Hier beschwert sich keiner, wenn‘s mal etwas lauter wird.

Da die Bibliothek ihr Angebot in acht Räumen präsentiert, ist genug Platz für Menschen, die es auch gerne etwas ruhiger haben möchten.

Die Erwachsenen verbringen ihre Mittagspause lieber im Showroom, um in ihrer Lieblingszeitschrift zu schmökern oder in der Kreativecke, um sich Anregungen für ihr nächstes DIY-Projekt zu holen.

Das GameLab ist ein weiteres Highlight in der Stadtbibliothek im Motorama und nachmittags fest in der Hand der U20-Jährigen. Hier gibt es Konsolenspiele, eine digitale Werkbank, an der auch Bild- und Videobearbeitung möglich ist, ein Soundshower, in der man eigene Musik hören kann sowie einen Greenscreen wie bei der Tagesschau! Und natürlich finden junge Erwachsene hier auch Bücher, Zeitschriften, Games und Filme.

Gegen 17 Uhr wird es international! Wöchentlich treffen sich Menschen, die Arabisch oder Türkisch lernen möchten, im Lernen/Wissen-Bereich zum Sprachcafé. Ohne Anmeldung kann man vorbeikommen, Menschen kennenlernen und Sprachkenntnisse verbessern.

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Der Showroom der neuen Bibliothek leuchtet Gelb. © CBA Clemens Bachmann Architekten

Bis 18 Uhr kann unser Showroom in seinen freundlichen gelben Farben noch besucht werden. Schilder weisen darauf hin, dass dann die Vorbereitungen für die Abendveranstaltung beginnen. Das kann eine politische Diskussion mit unserem Kooperationspartnern vom Europe Direct München sein, ein Faktencheck mit dem Reporterkollektiv RiffReporter, ein Filmabend oder eine Lesung.

Um 19 Uhr enden dann unsere Servicezeiten, Kund*innen können aber noch bis 22 Uhr in der Bibliothek bleiben. Ideal für alle, die länger arbeiten, die noch Lese- oder Filmstoff für den Abend brauchen oder die einfach noch in einer warmen und offenen Atmosphäre bleiben möchten.

PS: Wie es zukünftig in der Stadtbibliothek im HP8 aussehen kann, hat Leiterin Birgit Wimmer im Blog geschildert.


Die Stadtbibliothek befindet sich ab 8. Oktober im HP8 in Sendling und ab 26. November im Motorama.

Hier gibt es weitere Artikel aus unserer Umzugsreihe #WirZiehenUm.

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