Author Archives: Tina Rausch

Matthias Hirth – Ein Gespräch über Kunst und Subkulturen im München der 1980er bis heute | #PopPunkPolitik

Matthias Hirth und Ruth Fischer 1984 in „Die Marquise von Arcis“ von Carl Sternheim im Theater in der Kreide, inszeniert von Antje Lenkheit.

Matthias Hirth ist seit den 1980ern in Münchens Subkulturen zu Hause. Der Künstler und Autor ist Mitbetreiber der Favorit Bar und gehört zu den Begründern der Initiative „Monokultur München“, die sich kritisch mit der Münchner Stadtpolitik auseinandersetzt. Für unsere Artikel-Serie* zur Ausstellung #PopPunkPolitik blickt Matthias Hirth auf die Punkbewegung und die Popkultur der 1980er, er erörtert die Bedeutung von Kunst heute und entwirft das utopische München von morgen.

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Punk und Fanzines im München der 1980er: Arenen der Selbstdarstellung | #PopPunkPolitik

Eine Seite aus dem Fanzine „Gefühl und Härte“, Heft 1, Sommer 1981, Preis: 1,50 DM, herausgegeben von einem anonymen Autor*innenkollektiv. Eine Leihgabe von Ingrid Scherf für unsere Ausstellung #PopPunkPolitik.

Warum bezeichnet Karl Siebengartner Fanzines als Arenen der Selbstdarstellung? Welche Rolle nimmt darin der Punk ein? Für unsere Artikel-Serie* zu #PopPunkPolitik wirft der Historiker einen Blick auf die Fanzine-Produktion im München der 1980er. Ob Upstart, Millitanz Dilletanz, ZLOF, Trust oder ppa: Neben der befreienden Wirkung des Selbermachens fungierten diese „Gehefte“ auch als Medien ganz unterschiedlicher politischer Selbstentwürfe und ihrer ungefilterten öffentlichen Darstellung.

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Fabienne Imlinger – Ein (Ausstellungs-)Besuch in den 1980ern | #PopPunkPolitik

Rasierklinge schlitzt Stirn: Der Schriftsteller Rainald Goetz 1983 bei seiner Lesung beim Ingeborg-Bachmann-Preis

Die Münchner Autorin Fabienne Imlinger streift durch die 1980er Jahre – in unserer Ausstellung, vor allem aber in ihren Gedanken. Für unsere Artikel-Serie* zu #PopPunkPolitik trifft sie zum ersten Mal auf Rainald Goetz und wandert vom blutigen Phänomen der Popliteratur weiter zu weiblichem Schreiben und (un-)verheilten Wunden. Warum sie sich Goetz als sympathischen Geschichtslehrer vorstellen kann, eine Kunstfigur wie den Raben Perplexum aber eher nicht? Das lest ihr in diesem subkutan wütenden Text.

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Zafer Şenocak und die 1980er Jahre: München – mein verlorener Schatten | #PopPunkPolitik

Das Cover der ersten Ausgabe der von Zafer Şenocak mit herausgegebenen Zeitschrift Luxuslüge

1984 war Zafer Şenocak Mitherausgeber des Münchner Fanzines LUXUSLÜGE, schon 1986 orientierte er sich aber nach Berlin. Warum? Für unsere Artikel-Serie* zur Ausstellung #PopPunkPolitik kehrt Zafer Şenocak zurück in sein München Anfang der 1980er Jahre. Der junge angehende Dichter möchte mit Poesie eine Weltrevolution anzetteln, wird jedoch zunehmend auf seine Herkunft reduziert. Ein melancholischer Text über eine inspirierende Stadt, die Punk und Politik, Museum und Untergrund war, Zafer Şenocak aber keine Nestwärme bot.

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Feridun Zaimoglu – Nicht dabei im München der 1980er | #PopPunkPolitik

Feridun Zaimoglus Moosach in den 1980ern: der St.-Martins-Platz und die Pfarrkirche St. Martin

Feridun Zaimoglu wuchs in Moosach im Nordwesten Münchens auf. Für unsere Artikel-Serie* zur Ausstellung POP PUNK POLITIK – Die 1980er Jahre in München erinnert sich der Schriftsteller an seine Kindheit zwischen Vaterunser und Eröffnungssure des Korans, zwischen Kniehöslern und Knöchelhöslern. Und als sich in den 1980ern ein Umbruch andeutet, sieht der Junge seinen Eindruck nur bestätigt: Moosach war wirklich, das entfernte München nur ein Gerücht.

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Philipp Gufler – Ein Künstlergespräch über die 1980er und Rabe Perplexum | #PopPunkPolitik

Philipp Gufler in seiner Video-Performance „Becoming-Rabe“

Philipp Gufler beschäftigt sich seit 2013 intensiv mit den 1980er Jahren – mit Fokus auf München. Was fasziniert den 1989 in Augsburg geborenen Künstler an dieser Zeit – und an einer Künstlerin, die bis vor Kurzem weitgehend vergessen war? Für unsere Artikel-Serie* zur Ausstellung #PopPunkPolitik spricht Philipp Gufler über sein Verständnis von Punk, über Peter Gauweilers sogenannten Maßnahmenkatalog, einen von einer Staubschicht überzogenen geheimnisvollen Nachlass in der Monacensia und seine künstlerische Annäherung an Rabe Perplexum.

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Hans Pleschinski – München und der Mauerfall | #PopPunkPolitik

Hans Pleschinki Anfang der 1980er Jahre bei einer Fotosession im Radlsteg 1 mit Volker Kinnius. #PopPunkPolitik

Wie erlebte Hans Pleschinski den Mauerfall von München aus? Als junger Mann entscheidet er sich für das überschaubare München als Lebensmittelpunkt – und beobachtet im Laufe der 1980er Jahre argwöhnisch die Entwicklung seiner „Heimlichen Hauptstadt“ und die einer anderen, damals noch geteilten Stadt im Osten Deutschlands. Für unsere Artikel-Serie* zur Ausstellung #PopPunkPolitik blickt Hans Pleschinski zurück auf ein Münchner Leben zwischen Uni, Theatern, Kunstgalerien, Kneipenbesuchen mit Rainer Werner Fassbinder, Konzerten in Live aus dem Alabama und langen Nächten am Schreibtisch. Bis in Berlin die Mauer fällt …

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