Nachdenken über Politik und Gesellschaft –
Sachbuchtipps zur Wahl

Lesen hilft – auch und gerade in Fragen über Politik und Gesellschaft! Im Vorfeld der bayerischen Landtagswahl stellen wir euch deshalb ein paar Bücher vor, die wir aktuell für wichtig halten. (Ein Klick aufs Cover führt euch in unseren Onlinekatalog zum Ausleihen oder Vormerken.)


Bernhard Pörksen: Die kollektive Gereiztheit

Die große Gereiztheit – wir verspüren sie mittlerweile fast täglich in allen Lebensbereichen. Unsere Informationswelt wurde und wird noch immer neu organisiert. Nachrichten, Bilder, Informationen aller Art werden über digitale Kommunikationsmittel schnell verbreitet und veröffentlicht. Wir sind einer permanenten Nachrichtenflut ausgesetzt, die Verarbeitung all dieser Informationen kommt zwangsläufig zu kurz. Auch zu kurz kommt ein Forschen nach Quellen, ein Nachspüren im Kontext. So weit, so schlecht, die Bestsellerlisten sind voll mit Büchern zu diesem Thema.

Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen findet für dieses Phänomen einen neuen Ansatz. Er versteht die aktuelle Situation als Bildungsherausforderung, als Phase „mentaler Pubertät“, die es zu bewältigen gilt. Dabei beschreibt er aus journalistischer Sicht, wie in den sozialen Medien und auf Nachrichtenseiten im Internet geschützte Räume aufgebrochen werden, Vergangenes und Gegenwärtiges vermischt, flüchtige Mündlichkeit fixiert wird. Damit hat die Öffentlichkeit einerseits ein Kontrollinstrument in die Hand, um Korruption und Missbrauch aufzudecken, andererseits kann aber auch schon ein vergleichsweise geringes Fehlverhalten zu einem dauerhaften Verlust der Reputation führen.

Pörksen zeigt jedoch nicht nur die Auswüchse der Medienmacht auf, er liefert auch einen Rahmen für die neue Situation, indem er Prinzipien für eine redaktionelle Gesellschaft aufstellt: Wahrheitsorientierung, Skepsis, ethisch-moralische Abwägung, um nur einige zu nennen. Und er gibt in seinem Buch Handlungsempfehlungen zur Medienerziehung in Schulen (die Bibliotheken, die auf diesem Gebiet sehr aktiv sind, hat er leider vergessen!) und zu den Pflichten der Plattformbetreiber, dem Diskurs- und Transparenzbedürfnis der Öffentlichkeit nachzukommen.

Ein Buch, dass für mich die Unordnung etwas sortiert hat und zu meiner großen Erleichterung nicht mit eine pauschale Ablehnung der neuen Medienlandschaft reagiert. Waltraud / Stadtbibliothek Am Gasteig

Hanser Verlag, 256 Seiten


Elisabeth Wehling: Politisches Framing

Geht es in Pörksens Buch um die Plattform, auf der Informationen veröffentlicht und verbreitet werden, sieht sich die Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling an, wie wir sprechen. Ihr Buch „Politisches Framing – Wie eine Nation sich ihr Denken einredet und daraus Politik macht“ analysiert, wie gedankliche Deutungsrahmen (= Frames) unser Gehirn aktivieren und Informationen in ein Verhältnis zu unserem gespeicherten Wissen über die Welt einordnen. An ausgewählten Frames der politischen Debatte (Steuern, Sozialstaat, Arbeit, Islam, Zuwanderung) deckt sie diese Verknüpfungen auf.

Zum Beispiel Steuern: Dieser Begriff wird durchwegs negativ konnotiert. Wir werden von der Steuerlast erdrückt, Steuerzahler werden gemolken, es wird Jagd gemacht auf die BürgerInnen, die dann in Steueroasen abwandern. Wehling stellt in diesem Zusammenhang die Frage: Wo bleibt der Stolz? Tatsächlich drücken sich doch in unserem finanziellen Beitrag Verantwortungsbewusstsein und Anerkennung gegenüber unserem Staat aus.

Wie kann ein positiver Frame aussehen? Wir könnten darüber sprechen, dass wir Steuern beitragen und nicht zahlen. Beitragen bedeutet, Teil einer Gemeinschaft zu sein, nicht beitragen wäre dann unsozial. Dem gegenüber bedeutet zahlen, dass ich mir Dinge oder Leistungen kaufe, was in der Regel keine kollektive Unternehmung ist.

Ihre Empfehlung an alle, die mit politisch Andersdenkenden diskutieren: Wer sich in Diskursen verteidigt, hat schon verloren. Auf einen Frame zu reagieren bedeutet, diesen Frame zu aktivieren. Besser: in sozialen und politischen Diskussionen eigene Frames nutzen!

Wer Frau Wehling live sehen und hören möchte, dem empfehle ich ihren Beitrag zur re:publica 2017:

Herbert von Halem Verlag, 224 Seiten

Waltraud / Stadtbibliothek Am Gasteig


Hans Rosling: Factfulness. Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist

Zu Beginn eine Testfrage: Wie viele Mädchen absolvieren heute die Grundschule in den Ländern mit niedrigem Einkommen?
A: 20 Prozent, B: 40 Prozent, C: 60 Prozent
(Die Auflösung findet ihr am Ende dieses Beitrags).

Rosling setzt sich leidenschaftlich dafür ein, unsere Welt in viel stärkerem Maße faktenbasiert zu sehen und zu begreifen. Es gibt ein Video von der TED-Konferenz 2014, in dem er von einer Versuchsanordnung erzählt, in der er Schimpansen 13 Fragen zum Zustand der Welt beantworten lässt. Ergebnis: Die Schimpansen „beantworten“ die Fragen zu einem höheren Prozentsatz richtig als Roslings StudentInnen und selbst seine ForschungskollegInnen!

Wie kommt es zu dieser verzerrten Sicht auf die Welt? Der schwedische Professor am Karolinska Institutet macht dafür unsere „Instinkte“, unser Schwarz-Weiss-Denken, dafür verantwortlich. Er spricht in diesem Zusammenhang von unseren Instinkten der Negativität, der Angst, der Verallgemeinerung und einigen mehr.

Auch Rosling gibt wie Wehling und Pörksen praktische Tipps, wie wir die factfulness im Alltag praktizieren können: durch eine breite schulische Bildung und eine faktengestützte Sicht vor allem auf nichteuropäische Länder. Fakten können, so sie denn gehört werden, durchaus eine überdramatisierende Weltsicht dämpfen. Ein ermutigendes und witziges populäres Sachbuch! Waltraud / Stadtbibliothek Am Gasteig

Ullstein Verlag, 400 Seiten, aus dem Englischen von Hans Freundl, Hans-Peter Remmler, Albrecht Schreiber

(Auflösung: C. Quelle: www.gapm.io/ffbn)


David Van Reybrouck: Für einen anderen Populismus

Ich bin sicherlich nicht die einzige, die David Van Reybroucks „Kongo“ wie einen Thriller verschlungen hat. Wofür der belgische Journalist steht, wenn er nicht gerade auf dem afrikanischen Kontinent unterwegs ist, um Geschichte und Geschichten zu recherchieren, hat mich zuerst nicht weiter interessiert – bis ich auf ein ganz anderes Werk von ihm stieß: „Für einen anderen Populismus“ hat deutlich weniger Seiten als „Kongo“, handelt von etwas ganz anderem, aber ist dennoch keinen Deut weniger aufregend und inspirierend.

Van Reybrouck erklärt den Rechtsruck in der Gesellschaft damit, dass sich Geringqualifizierte in der parlamentarischen Demokratie nicht mehr repräsentiert fühlten – und muss feststellen, dass sie damit recht haben. „Diplomdemokratie“ nennt er die Tatsache, dass Politik mittlerweile so gut wie ausschließlich von Akademikerinnen und Akademikern gemacht wird, die noch dazu nicht einmal Expert*innen auf ihrem Gebiet sein müssen – als wäre das Studium allein schon Ausweis genug. Der Anteil der Geringqualifizierten in Regierungen und Parlamenten (wichtig: es geht tatsächlich allein um den Bildungsgrad, nicht um das ökonomische Milieu, denn auch mit einem Hauptschulabschluss kann man reich werden) sinkt seit Jahren – das müsse man ändern, fordert van Reybrouck und plädiert für einen aufgeklärten Populismus, für sinnvolle Weiterbildungsangebote und kulturelle Bildung für Geringqualifizierte sowie dafür, die Quote von Geringqualifizierten in der repräsentativen Demokratie zu erhöhen, damit sie ihrem Namen vielleicht irgendwann wieder gerecht wird und folglich niemand mehr in Nationalismus oder Rassismus sein vermeintliches Heil suchen wird. Ob es so einfach ist? Ich weiß es nicht. Was ich weiß: Ich habe das Buch mit großer gespannter Aufmerksamkeit gelesen, weil ich es wirklich bemerkens- und bedenkenswert finde, wie van Reybrouck denkt und weiterdenkt. Katrin / Digitale Kommunikation

Wallstein Verlag, 96 Seiten, aus dem Niederländischen von Arne Braun


Vincent F. Hendricks, Mads Vestergaard: Postfaktisch. Die neue Wirklichkeit in Zeiten von Bullshit, Fake News und Verschwörungstheorien

Postfaktisch – ein Wort, das man seit Brexit und Trump oft hört. Doch was ist damit gemeint? Was beinhaltet das? Und ist das Gegenteil, also das rein „Faktische“ etwas Gutes?

Hendricks und Vestergaard gehen in eher unaufgeregter nordischer Manier solchen Fragen nach. Man erfährt an vielen Beispielen (dabei sehr oft Trump-Tweets), was die Begriffe Fake News, Bullshit News oder auch Populismus für uns und unsere Medienwahrnehmung bedeuten bzw. welche Intentionen dahinter stecken. Sympathisch ist, dass es keine reine Abrechnung in eine bestimmte Richtung ist. Doch es ist Wachsamkeit gefragt, denn das Buch schließt mit den Worten von George Orwell aus 1984: Die Partei trug dir auf das Zeugnis deiner Augen und Ohren abzuweisen. Das war ihre letzte und wichtigste Anweisung. Birgit / Stadtbibliothek Am Gasteig

Blessing Verlag, 208 Seiten, aus dem Dänischen von Thomas Borchert


Madeleine Albright: Faschismus – Eine Warnung

Madeleine Albright zeigt unter Zuhilfenahme der jüngeren Geschichte auf, wie Faschismus in seinen vielen Facetten bereits aufgetreten ist und schlägt einen Bogen zur heutigen Zeit. Dabei flicht sie immer wieder ihre eigenen Erfahrungen und persönlichen Eindrücke mit ein. Auch hat sie eine sehr optimistische Art zu schreiben, und man ist erstaunt, dass sie bei Putin oder Kim Jong-il auch positive Aspekte schildert.

Zu guter Letzt kommt sie zum Thema Trump und dem momentanen Zustand der amerikanischen Gesellschaft. Hier erkennt man teilweise die Verhältnisse in Deutschland wieder, und wenn Albright dann mit Verweis auf Nelson Mandela und seine versöhnende Politik schließt, muss man sich fragen, ob man selbst ebenso genug für ein Miteinander statt Gegeneinander tut. Dieses Buch ist eine Warnung, doch es lässt einen nicht ohne Hoffnung zurück. Birgit / Stadtbibliothek Am Gasteig

Dumont Verlag, 320 Seiten, aus dem Amerikanischen von Bernhard Jendricke und Thomas Wollermann


Christian Alt/Christian Schiffer: Angela Merkel ist Hitlers Tochter

Angela Merkel ist Hitlers Tochter. Wusste ich vorher auch nicht, aber es gibt einige Leute, die davon überzeugt sind. Zusammen mit Flat EartherInnen, ReichsbürgerInnen und den berühmteren Chemtrails-AnhängerInnen bildende die bunte und (oft) gefährliche Welt der AnhängerInnen von Verschwörungstheorien. Christian Alt und Christian Schiffer haben sich auf sehr unterhaltsame Weise in dieses Universum begeben. Zunächst um Aufklärung zu betreiben. Das ging schief. Anschließend haben sie sich Geschichte und Ursachen von Verschwörungstheorien gewidmet und mit AussteigerInnen und Opfern gesprochen.

Gut finde ich, dass sie die Menschen nicht einfach als Spinner abstempeln. Je weiter sie in die Thematik einsteigen, desto mehr wird einem dabei bewusst, dass man auch schon mit der ein oder anderen Idee geliebäugelt hat und man doch gar nicht so unempfänglich ist, wie man eigentlich geglaubt hat. Zudem wurden mir Situationen bewusst, in denen ich bereits mit VerschwörungstheoretikerInnen zu tun hatte.

Zuletzt gibt es einen Appell: An uns, die LeserInnen, genauso wie an Politik und Wissenschaft. Wir alle können und sollten mehr tun, um die vermutlich nächste große Verschwörungstheorie, die der „Umvolkung“, zu verhindern oder zumindest nicht gedeihen zu lassen. Birgit / Stadtbibliothek Am Gasteig

Hanser Verlag, 288 Seiten


Harald Welzer: Wir sind die Mehrheit – Für eine offene Gesellschaft

Die Demokratie der Bundesrepublik ist für Welzer eine großartige Errungenschaft der Nachkriegszeit, deren Bedeutung für den Frieden in Europa nicht von der Hand zu weisen ist. Die offene Gesellschaft ist ein Erfolgsmodell, deren Werte es zu bewahren und auch zu verteidigen gilt. In Deutschland unterstützt und trägt eine starke und wache demokratische Mehrheit dieses Modell. Problematisch wird es, wenn Themen des rechten Randes in die Mitte der Gesellschaft wandern. Dies geschieht, laut Welzer, u.a. durch die Berichterstattung in den Medien, die Begriffe und Aussagen der Rechtspopulisten zu oft wiederholt. Dadurch werden bestimmte Denkweisen Allgemeingut, sind also „sagbar“ und verändern in gewissen Zeiträumen die Einstellung der Bevölkerung hin zu weniger Toleranz.

Welzer beschreibt diese „shifting baselines“ am Beispiel der sogenannten „Flüchtlingskrise“: Dieses Thema dominiert die Berichterstattung in den Medien, so als gäbe es keine anderen Themen (wie Digitalisierung, Europa, Arbeitsmarkt, Kohleausstieg). Welzer hat sich lange damit beschäftigt, „wie sich die Referenzrahmen der Wahrnehmung und Deutung von Ereignissen und Situationen oft erstaunlich schnell verändern, ohne dass es jemand bemerken würde“.

Diese Idee der „shifting baselines“ finde ich beeindruckend und nachvollziehbar. Einer der vielen interessanten Aspekte in Welzers Buch. Der Autor ist aber kein negativ gepolter Zeitgenosse, sondern ihm ist ein Weiterbauen am zivilisatorischen Projekt wichtig. Jede und jeder kann sich engagieren und eine Freundin/ein Freund der offenen Gesellschaft werden (Auflistung von Organisationen und Einrichtungen, die sich für Teilhabe, Demokratie, Ökologische Wirtschaft, Menschenrechte usw. einsetzen und die jeder unterstützen kann, am Ende des Buches). Gisela / Stadtbibliothek Moosach

S. Fischer Verlag, 128 Seiten


Steven Levitsky, Daniel Ziblatt: Wie Demokratien sterben – und was wir dagegen tun können

Es wird einem Angst und Bange beim Lesen diesem Buches. Denn Demokratien sterben demnach heute, kaum noch per Putsch und lautem Knall, wie etwa in Chile 1973, sie tarnen sich lieber als Demokratie auch wenn sie stark autoritäres Verhalten an den Tag legen. Ein geradezu parasitäres Verhalten. Die Politikwissenschaftler Levit und Ziblatt vergleichen verschiedene Demokratien, die in Diktaturen oder stark autokrate Systeme abgerutscht sind. Auch wenn die beschriebenen Fälle aus sehr unterschiedlichen Ländern stammen, erkennen die Autoren doch Muster, wie sich der schleichende und damit oft kaum wahrnehmbare Prozess des Sterbens der Demokratie vollzieht. Negativbeispiele (Deutschland 1933, Venezuela 1993) werden ermutigenden Beispielen aus Ländern gegenübergestellt, deren Demokratien es geschafft haben sich zersetzenden Kräften zu widersetzen (Belgien 1937, Finnland 1930). Wenn man genau hinschaut, sieht man erste feine Risse und Muster auch bei uns und in anderen demokratischen Systemen. Was nicht heißt, dass unsere Demokratie oder die der U.S.A., auf der der Hauptfokus dieses Buchs liegt, tatsächlich gefährdet sind. Aber es wird deutlich was für ein fragiles und schützenswertes System die Demokratie ist.

(Was mich etwas irritiert hat, ist, dass die Autoren den Wählerinnen und Wählern nur wenig Verantwortung übertragen, sondern die „Wächter der Politik“ in den erfahrenen Politikern etablierter Parteien sehen. Nur sie könnten die schädlichen Demagogen in ihre Schranken weisen. Aber tragen wir als WählerInnen und BürgerInnen denn nicht auch unseren Teil der Verantwortung?) Stefanie / Stadtbibliothek Westend

DVA, 320 Seiten, aus dem Englischen von Klaus-Dieter Schmidt


Stephan Lessenich: Neben uns die Sintflut. Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis

Artikel 1 der Erklärung der Menschenrechte besagt: „ Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Tatsächlich?

Wir bestellen unser Curry bei foodora und unser Waschmittel bei Amazon – die Fahrer arbeitet unter Bedienungen wie vor der Sozialreform.
Wir lieben Hähnchenbrust. Woanders zerstören wir mit unseren feinen Gourmetgaumen die lokalen Fleischmärkte durch die verschmähten Karkassen.
Wir feiern die durstige Superfrucht Avocado – gleichzeitig sterben in Südamerika Kinder an den Folgen der Wasserknappheit.

Unsere alltägliche Lebensführung in einem demokratischen, hochentwickelten Land ist ein höchst exklusives Recht – aber auf wessen Kosten geht unser First-World-Lifestyle?

Stephan Lessenich, Soziologe an der LMU München, erweitert den gängigen Nachhaltigkeitsdiskurs um das Paradoxon der Externalisierung: Wir streben danach, die Welt für unser Nachkommen besser zu machen – gleichzeitig lagern wir jetzt und heute die hässlichen Prozesse unserer Konsumptions- und Produktionsweisen an die aus, die offensichtlich ungleich an Würde und Rechten geboren sind. Ein höchst undemokratisches Lebensmodell aus Irrsinn und Trugschluss.

Lessenich zeichnet in seinem Buch das Bild einer Gegenwart, die langfristig das System der Auslagerungsprozesse und die daraus resultierenden Umwelt- und Gesundheitsschäden nicht weiter tragen kann. Wir zerstören durch unsere Lebensführung zu viel – über kurz oder lang schlägt dieses System zurück. Aber was tun? Zwar kann sich ohne tiefgreifende strukturelle Veränderungen und politischen Rückhalt nur wenig ändern. Dennoch kann jeder bei sich den ersten Schritt tun. Ein höchst empfehlenswertes Buch. Karina /update

Hanser Berlin, 224 Seiten


Kinderbuchtipp: „Ich bin für mich“ von Martin Baltscheit und Christine Schwarz

Eine Wahl ist nur dann eine Wahl, wenn man eine Wahl hat. Was aber passiert, wenn jeder nur für sich stimmt? Auf heitere, amüsante Art schaffen Martin Baltscheit und Christine Schwarz im Bilderbuch „Ich bin für mich“ einen ersten Zugang zu Demokratie. Silke / Stadtbibliothek Ramersdorf

Beltz Verlag, 40 Seiten, ab 5 Jahren


Und was uns außerdem noch interessant erscheint:

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Featured Image: John Simitopoulos / Unsplash

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