Tag Archiv: Frauen

Auslese: Graphic Novels von Autorinnen

Erfunden wurde der so genannte Bechdel-Test bereits vor mehr als 30 Jahren, doch berühmt wurde er erst 2011 durch einen Artikel im Magazin New Yorker. In ihrer Comicstrip-Serie “Dykes To Watch Out For” (1985) hat die amerikanische Zeichnerin Alison Bechdel einer ihrer Figuren ein dreistufiges Prüfverfahren für Filme in den Mund gelegt. Sie schaue sich Filme nur dann an, so die junge Feministin, wenn folgende drei Fragen mit “Ja” beantwortet werden könnten: Gibt es mindestens zwei Frauenrollen? Sprechen sie miteinander? Unterhalten sie sich über etwas anderes als einen Mann?

Der Bechdel-Test ist kein wissenschaftlicher Test und sagt auch nichts über die Qualität des jeweiligen Werks. Aber er verrät so einiges über männliche und weibliche Stereotype – denen man ja nicht nur in Filmen begegnet, sondern auch in Romanen und selbstredend auch in Graphic Novels (Stichwort: Superhelden). Zum Weltfrauentag (und natürlich auch zu Alison Bechdels Ehren!) deshalb hier acht Empfehlungen: Graphic Novels von und über Frauen (aber nicht nur…). Weiterlesen →

Das Flapper Girl der Roaring Twenties

Zelda Fitzgerald: Himbeeren mit Sahne im Ritz (Erzählungen)

Zum ersten Mal stieß ich bei meiner Lektüre von Ernest Hemingways „Paris, ein Fest fürs Leben“ auf Zelda Fitzgerald. Darin wird sie als exzentrische Frau geschildert, die ihren Mann, den Schriftsteller F. Scott Fitzgerald („Der große Gatsby“), von der Arbeit abhält. Gemeinsam mischten die beiden die Gesellschaft in New York, Paris und an der Riviera auf. Weiterlesen →

Der Ruhm der Geschlechter

Meg Wolitzer: Die Ehefrau (Roman)

Joan Castleman, eine gut situierte Frau beschließt 11.000m über dem Atlantik, ihren Mann Joseph nach vielen Ehejahren zu verlassen. Mit diesem Paukenschlag eröffnet Meg Wolitzer ihren provokativen und zugleich dank feiner Ironie auch amüsant zu lesenden Roman über eine Ehe und den amerikanischen Literaturbetrieb, der dem europäischen in den aufgezeigten Strukturen ähnlich sein dürfte. Weiterlesen →

Von einer jungen Frau, vielen Leben und dem perfekten Zander

J. Ryan Stradal: Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens (Roman)

Da ich jeden Tag etwas weiter in die Arbeit pendle, habe ich viel Zeit zu lesen: Für jemanden, der beruflich quasi dazu verpflichtet ist, ein echter Glücksfall. So haben sich bei mir zwei Bewertungskriterien entwickelt: Es gibt zum einen Bücher, die ich nur auf dem Weg lese, schließlich hat man in der Regel nach Feierabend auch noch etwas zu tun. Und dann gibt es die andere Kategorie: die, die ich einfach weiter lesen muss – egal, was nach Feierabend noch ansteht! „Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens“, der Erstling von J. Ryan Stradal, ist so ein Buch das ich weiter lesen musste, kaum dass ich zur Haustür hereinkam.

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