Die Melodie des Meeres führt dich nachhause

“Die Melodie des Meeres” von Tomm Moore (Film)

Der kleine Ben lebt behütet mit seinen Eltern in einem Leuchtturm hoch oben auf den irischen Klippen. Seine Mama erwartet ein Baby, und er freut sich schon auf seinen kleinen Bruder. Doch in einer stürmischen Nacht nach der Geburt verschwindet die Mama, der Papa wird stumm und streng vor Trauer, und das Baby entpuppt sich als lästiges Mädchen, das auch nach Jahren einfach nicht sprechen lernen will.

Ohne den großen treuen Hund Cu wäre Ben wirklich ganz und gar allein.

Melodie_des_MeeresDann reist die resolute Großmutter an und beschließt, dass es so nicht weitergehen kann mit den Kindern. Sie packt sie ins Auto und nimmt sie mit in die Stadt. Nur Cu kann leider nicht mitkommen: Er passt nicht ins Auto und schon gar nicht in eine Stadtwohnung.

Die Kinder reißen natürlich sofort aus, und ihre Reise zurück ans Meer ist eine magische Reise durch die Welt der irischen Sagenwesen, in der sie sich bewähren, zusammenhalten und weitreichende Entscheidungen treffen müssen. Ihr Leitstern ist die singende Zaubermuschel, die Ben von Mama geschenkt bekam, die aber erst in den Händen der kleinen stummen Saoirse ihre Kräfte entfaltet.

Dieser Film ist von Anfang bis Ende ein Kunstwerk, man könnte sich jedes unfassbar schön gezeichnete Bild an die Wand hängen. Dass für tiefe, faszinierende Bildwelten zwei Dimensionen durchaus genügen, wird hier eindrucksvoll bewiesen. Die Farben singen im Einklang mit der sehnsuchtvollen Musik des Films die Melodie des Meeres.

Melodie_des_Meeres_VorgängerDer ebenfalls sehr sehenswerte Vorgänger “Das Geheimnis von Kells” war grafisch strenger und abstrakter und enthielt sehr düstere, beängstigende Szenen. “Die Melodie des Meeres” dagegen kann mit gutem Gewissen als Familienfilm bezeichnet werden; trotzdem sollten sensible Kinder mit den angesprochenen Themen Trauer, Verlust und Eifersucht nicht alleine gelassen werden.

“Die Melodie des Meeres” von Tomm Moore im Onlinekatalog der Münchner Stadtbibliothek

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Anne

Am liebsten bin ich draußen. Am zweitliebsten bin ich draußen. Am drittliebsten lese ich Bücher über draußen (Hörbücher sind auch ok). Einsiedlerin ist kein Beruf, also bin ich Bibliothekarin geworden – damit ist Nachschub für Platz 3 gewährleistet. Platz 4 belegt seit einem Jahr Sauerteigbrotbacken. Faszinierend! Platz 5 wechselt mehrmals täglich. P.S. meine Mutter war Bibliothekarin P.P.S. meine Großmutter war Bibliothekarin (da hieß es noch “Bücherfräulein”) P.P.P.S. mein Vorbild ist Knolle Murphy 🙂

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