Die Körper der Kunst: Dokumentarfilmtipps im Juli

Zwei Maler, ein Schriftsteller, ein Choreograf und ein Fotograf: Die Dokumentarfilmtipps im Juli empfehlen fünf faszinierende Filme über fünf Künstler, die auf ihre je eigene Weise ein geniales Werk geschaffen haben. Mit Hieronymus Bosch, Sandro Botticelli, Kurt Tucholsky, Ohad Naharin und Robert Mapplethorpe.


José Luis Lopez-Linares: Hieronymus Bosch – Garten der Lüste
85 Minuten, Indigo

Den Filmemachern war es möglich, einzigartige Eindrücke und Bilder des Gemäldes für den Film zu gewinnen, da der Prado in Madrid ihnen exklusiven Zugang gewährte. Der Zuschauer wird Zeuge der Restaurierungsarbeiten und Röntgenuntersuchungen am Bild. Man nimmt teil an der Erforschung und Enthüllung all der unbeantworteten Fragen über das Bild und den Maler selbst. Darüber hinaus veranschaulicht der Film den ungeheuer großen Einfluss des Gemäldes auf die schöpferische Kraft von Schriftstellern, Malern und Musikern auf der ganzen Welt. (Text: Produktionsfirma)

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Ralph Loop: Botticelli Inferno
92 Minuten, Indigo

Der Renaissance-Maler Botticelli begeistert und fasziniert die Menschen bis heute. Schon zu Lebzeiten wurden seine Werke sehr geschätzt, insbesondere die Medici waren Förderer seiner Kunst. Seine Werke sind berühmt und locken hunderttausende Fans in Ausstellungen. Doch Botticelli, bekannt für seine Gemälde wie „Die Geburt der Venus“ oder „Primavera“, hatte auch eine dunkle Seite. Er malte und zeichnete die Hölle, wie der Dichter Dante sie beschrieben hatte, und brauchte dafür mehr als ein Jahrzehnt. Das Werk war über Jahrhunderte verschollen, die Originalzeichnung lag viele Jahrhunderte verschlossen in den Klimakammern des Vatikan. Für die Dokumentation „Botticelli Inferno“ wurden die Tresore des Vatikan geöffnet, die Autoren erzählen die Geschichte dieses Meisterwerks. (Text: Produktionsfirma)

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Christoph Weinert: Berlin und Tucholsky
52 Minuten, C-Films und NDR/Arte

Die Dokumentation „Berlin und Tucholsky“ ist eine filmische Zeitreise in die wilden zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Sie gibt einen tiefen Einblick in das Lebensgefühl jener Jahre und zeichnet ein umfassendes Bild eines der bedeutendsten Publizisten dieser Zeit: Kurt Tucholsky. Der politisch engagierte Journalist betätigt sich auch als Liedtexter, Satiriker, Lyriker, Kritiker, sowie als Kabarett- und Romanautor. Neben dem Leben und Wirken Tucholskys zeichnet der Film auch Begegnungen mit Weggefährten und Zeitgenossen nach. Unter ihnen Franz Kafka, Erich Kästner und Bertolt Brecht. (Text: Produktionsfirma)

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Tomer Heymann: Ohad Naharin ist Mr. Gaga
99 Minuten, Lighthouse Home Entertainment

Ohad Naharin, aufgewachsen im israelischen Kibuzz Misra, wird weltweit als einer der herausragenden zeitgenössischen Choreographen gefeiert. Mit seiner ungewöhnlichen künstlerischen Vision sowie seinen mitreißenden Choreographien verhalf er der Batsheva Dance Company zu internationaler Bekanntheit. Naharin entwickelte als künstlerischer Leiter des israelischen Ensembles eine komplett neue Bewegungssprache: Gaga. Dabei werden bekannte Bewegungsmuster durchbrochen, Gaga sucht nach der Interaktion zwischen den Beteiligten, die sich gemeinsam einen Bewegungsraum von Freiheit und Wohlbehagen erarbeiten. Für Naharin geht es dabei um Leidenschaft, herausbrechende Kraft, das Extreme, um die Lust des Moments und darum, Grenzen zu brechen. Als Revolutionär des Modern Dance wird Ohad Naharin an international renommierte Häuser eingeladen, u.a. die Staatsoper Berlin, um seine Werke mit den jeweiligen Compagnien einzuarbeiten. Der preisgekrönte Regisseur Tomer Heymann (‘Paper Dolls’, ‘I Shot My Love’ und ‘Who s Gonna Love Me Now?’) zeigt, welche harte Arbeit hinter den kraftvollen und atemberaubenden Auftritten der Batsheva Dance Company steckt, wie Naharin zu dem gefeierten Choreographen wurde und wer Mr. Gaga wirklich ist. (Text: Produktionsfirma)

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Fenton Bailey: Mapplethorpe: Look at the Pictures
52 Minuten, Indigo

Mehr Skandal als seine Fotografien machte nur sein Leben. Robert Mapplethorpe war besessen von der Magie der Fotografie und der Magie des Sex. “Look at the pictures – seht euch die Bilder an!” Mit diesen Worten prangerte Senator Jesse Helms das Werk von Robert Mapplethorpe im Kongress an. Fünfundzwanzig Jahre später tut der erste umfassende Dokumentarfilm über den Künstler seit seinem Tod genau das – mit uneingeschränktem Zugang zu seinem Werk, den schönheitstrunkenen Bilden von schwulem Sex, Blumenstilleben, Akten von schwarzen Lovern, High-Society-Porträts und SM-Praktiken.

Die wichtigste Stimme in diesem Dokumentarfilm ist dank wiederentdeckter Interviews Mapplethorpes eigene Stimme. Absolut offen und ehrlich spricht er über sein Leben, seine Lieben und sein Werk. Das Resultat ist das faszinierende Porträt eines Künstlers, der sein Leben nicht nur dem Ziel widmete, “es zu schaffen” und mit seiner Kunst reich und berühmt zu werden, sondern zugleich der Fotografie die überfällige Anerkennung als Kunst zu verschaffen. (Text: Produktionsfirma)

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Weitere Dokumentarfilmtipps findet ihr hier.

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