Author Archives: Stefanie K.

Ich empfinde es als Privileg, einen Großteil meiner Arbeitszeit mit Literatur und den Gesprächen darüber verbringen zu dürfen. Dabei ist mein Geschmack nicht unbedingt massentauglich. Wenn ihr aber auch Geschichten über die Absurditäten des Lebens liebt, Romane mit einem surrealen Touch, ein Gespür für gute Sprache habt, euch bei Hörbüchern nicht nur die Story, sondern auch die Stimme des Sprechers wichtig ist und ihr Liebesgeschichten nur ertragt, wenn sie nicht gut ausgehen, dann seid ihr bei mir richtig. Ich freue mich auf Eure Kommentare und Eindrücke!

Und du bist das nicht

Kit de Waal: Mein Name ist Leon (Roman)

London, 1981: Die Hochzeit von Charles und Diana steht bevor, und alle sind vor Aufregung ganz aus dem Häuschen. Nur Leons Mutter bekommt mal wieder nichts auf die Reihe. Tief versunken in einer schweren Kindbettdepression vernachlässigt die alleinerziehende Mutter ihre beiden Jungs. Weiterlesen →

Liebe im Wendekreis des Hummers

“The Lobster” von Giorgos Lanthimos (Film)

Ist “The Lobster” ein Liebesfilm? Es fällt schwer, diesen Film in eine Kategorie einzuordnen. Krimi? Thriller? Horror? Komödie? Science-Fiction? Fantasy? Nichts passt so richtig. Auf jeden Fall ist es nicht die Art Film, die man sich ausleiht, wenn man nach einem langen Arbeitstag einfach nur entspannen möchte. Wer allerdings vor Dystopien nicht zurück schreckt, schwarzen Humor aushält und anspruchsvolle Kost mag, der wird den Wert dieses besonderen Films zu schätzen wissen. “The Lobster” ist mit Top-Schauspielern besetzt; allein, um Hollywood-Beau Colin Farrell als dicklichen, angepassten schnäuzbärtiger Spießer zu sehen, lohnt es sich ihn anzuschauen.

Weiterlesen →

Geister auf Wanderschaft

Jocelyne Saucier: Ein Leben mehr (Roman)

In dem schmalen Bändchen der kanadischen Autorin Jocelyne Saucier, das aus dem Französischen übersetzt wurde, geht es um drei alte Männer, die der Zivilisation aus verschiedenen Gründen den Rücken gekehrt haben und sich nach und nach als lockere Gemeinschaft irgendwo in den Wälder Kanadas zusammengefunden haben. Sie brauchen nicht viel und erwarten nicht viel. Sie reden wenig, “haben alle ihre eigenen private Katastrophen überlebt und wundern sich, dass sie der Tod bisher noch nicht geholt hat. Für den Härtfall haben sie je eine Büchse mit Gift bei sich um sich bei schwerer Krankheit das Leben nehmen zu können”. So könnte es ewig weitergehen: fischen, jagen, Holz hacken und schweigen. Würden da nicht zwei Frauen in die Idylle einbrechen.

Weiterlesen →

Freedom’s just another word for nothing left to lose

Sophie Rois liest “Baba Dunjas letzte Liebe” von Alina Bronsky

Baba Dunja hat nichts mehr zu verlieren. Ihr Mann ist tot, sie hat kaum Kontakt zu ihren Kindern und sie ist alt. Genau der richtige Zeitpunkt, um dem Leben eine neue Richtung zu geben. Ab sofort macht Baba Dunja nur noch, was sie für richtig hält: Sie läuft mit nackten Füßen umher, weigert sich die Spinnennetze wegzufegen – und zieht zurück ins Sperrgebiet um Tschernobyl.

Weiterlesen →

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Close